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Keine Wahl in Mosul
31.12.2004








Wie Al-Jazeera am Freitag berichtete, haben alle Mitarbeiter der Wahlkommission in der nordirakischen Stadt Mosul gekündigt.

Insgesamt haben nach Angaben von ehemaligen Mitarbeitern der Kommission, die für die Vorbereitung der für Ende Januar geplanten Wahlen verantwortlich ist, damit etwa 700 Menschen ihre Arbeit aufgrund von Drohungen, aber auch wegen des Rückzugs der "Irakischen Islamischen Partei" von den Wahlen, aufgegeben.

Die Wahlkommission selbst bestreitet allerdings, daß die Mitarbeiter gekündigt haben. "Das ist nicht wahr. Wir haben unsere Leute in Mosul und al-Anbar", sagte Abd al-Hussain al-Hindawi, der Leiter der Wahlkommission gegenüber AFP. Aufgrund offener Drohungen gegen die Wahl und der zunehmenden Gewalt in Mosul scheint die Aufgabe der Mitarbeiter der Wahlkommission in Mosul allerdings zumindest sehr wahrscheinlich.

Eine vorgeblich von der "Ansar al-Sunnah Armee" stammende Erklärung hatte vor jeglicher Beteiligung an den Wahlen gewarnt, da Demokratie "unislamisch" sei, da sie zu "unislamischen Gesetzen" wie der Ehe von Homosexuellen führe. Die Echtheit dieser Erklärung - wie letztendlich auch die Existenz der "Ansar al-Sunnah Armee" selbst kann nicht überprüft werden.

In jedem Fall scheint die Drohung dem Bericht zufolge aber ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben.

Mosul gilt mit seinen fast 2 Millionen Einwohnern nach der Hauptstadt Baghdad mit schätzungsweise 5,5 Millionen Menschen als die zweitgrößte Stadt des Landes.





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