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240.000 Widerstandskämpfer im Irak?
04.01.2005








Wie AFP am Montag berichtete, hat der Leiter des "irakischen Geheimdienstes", General Muhammad Abd Allah Shahwani gegenüber Journalisten die Zahl der Widerstandskämpfer im Irak auf insgesamt 240.000 geschätzt, 40.000 von ihnen "Vollzeit".

Diejenigen, die nur "Teilzeit" als Widerstandskämpfer aktiv sind, stellen seiner Vermutung zufolge außerdem notwendige Unterstützung wie Informationen, Logistik und Unterkunft zur Verfügung.

"Ich glaube, der Widerstand ist größer als das US-Militär im Irak. Ich glaube, der Widerstand umfaßt über 200.000 Menschen", so Shahwani.

Insbesondere in den Provinzen Baghdad, Salah al-Din, Diyala, Nineveh und Tamin der insgesamt 18 irakischen Provinzen erhalte der Widerstand breite Unterstützung, sagte er, wobei er bei dieser Aufzählung aus welchem Grund auch immer die Provinz al-Anbar, in der auch die Stadt Fallujah liegt, ausließ.

"Die Menschen haben nach zwei Jahren ohne Fortschritt die Schnauze voll. Die Menschen haben die Schnauze voll von keiner Sicherheit, keinem Strom, die Menschen haben das Gefühl, sie müßten etwas unternehmen", sagte er. "Hunderttausende waren in der Armee. Man würde erwarten, daß einige Veteranen sich mit ihren Angehörigen, jeder hat Söhne und Brüder, [dem Widerstand] anschließen."

Shahwanis Aussage zufolge sind nicht nur mehrere Stadtteile und kleinere Orte überall im Irak für US-Soldaten nicht betretbar, er nannte auch Gebiete in der Hauptstadt Baghdad selbst, in denen verschiedene Gruppen praktisch unantastbar geworden sind.

Auch wenn er nicht direkt sagen wollte, daß die Widerstandskämpfer derzeit dabei sind, das Land unter ihre Kontrolle zu bringen, so kam er dem doch schon ziemlich nahe, als er sagte: "Ich würde sagen, daß sie nicht verlieren."

Die Einschätzungen Shahwanis werden von mehreren US-Experten bestätigt. So sagte Bruce Hoffman, der für den Think-Tank Rand Corporation arbeitet und zuvor als Berater der US-Besatzer im Irak tätig war, er glaube der Schätzung Shahwanis.

Anthony Cordesman, ein Analyst des Centre for Strategic and International Studies (CSIC), sagte: "Die irakischen Zahlen erkennen die Wirklichkeit an, daß der Aufstand im Irak breite Unterstützung in sunnitischen Gebieten hat, während die US-Zahlen dies bis zum Punkt des Verleugnens herunterspielen."

Auch wenn Shawanis Motivation für seine Aussage gegenüber den Journalisten nicht klar ist und die ihm zustimmenden "Experten" den Eindruck zweifellos noch verstärken, daß diese "Schätzung" zumindest mit Billigung des Pentagons erfolgte, so scheint sie doch deutlich dichter an der Wirklichkeit zu sein, als die bisherigen offiziellen Schätzungen von 5.000 bis 20.000 Widerstandskämpfern.





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