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Todesschwadrone im Irak
09.01.2005








Was hier bereits im April des vergangenen Jahres anläßlich der Ernennung John Negropontes zum "US-Botschafter im Irak" vermutet worden war, wurde nun durch einen Newsweek-Artikel vom Samstag endgültig bestätigt. Demnach denkt das Pentagon darüber nach, Todesschwadrone im Irak und angrenzenden Ländern wie Syrien einzusetzen.

Ein hochrangiger US-Offizier sagte gegenüber Newsweek: "Worin sich alle einig sind, ist, daß wir nicht wie bisher weitermachen können. Wir müssen einen Weg finden, gegen die Rebellen in die Offensive zu gehen. Genau jetzt sind wir in der Defensive. Und wir verlieren."

Als dieser Weg wird demnach die "Salvador-Option" betrachtet. Wie schon in El Salvador in der Zeit von 1981 bis 1992, als dort zur Bekämpfung marxistischer Guerillas mit Unterstützung der USA auch aus US-Soldaten bestehende Todesschwadrone aufgebaut und eingesetzt wurden, soll sich diese Geschichte nun auch im Irak wiederholen.

Tatsächlich ist der Verdacht sicherlich naheliegend, daß mit dem Verweis auf El Salvador versucht werden soll, vor allem die noch wesentlich naheliegendere Verbindung zu Honduras - und eben Negroponte - zu verhindern. Dort war Negroponte selbst in die Taten von Todesschwadronen und zahllose Folterungen verwickelt. Auch wenn bisher angeblich nur über die "Möglichkeit" der Wiederholung dieser Vorgehensweise "nachgedacht" wird, so scheint es doch in höchstem Maße wahrscheinlich, daß es diese "Gedanken" schon vor fast einem bei Negropontes Ernennung gab.

Daß der "irakische Übergangspremierminister" Iyad Allawi zu den eifrigsten Verfechtern dieser Pläne gehören soll, kann dabei ebenfalls kaum überraschen, da dessen "Übergangsregierung" der Kontrolle der Besatzer unterliegt. So hatte er auch um die US-Großoffensive gegen die Stadt Fallujah "gebeten", bei der diese größtenteils zerstört wurde.

Hier schließt sich vermutlich auch der Kreis zu der aufgrund der Quelle sicherlich ungewöhnlichen Aussage des Leiters des "irakischen Geheimdienstes", General Muhammad Abd Allah Shahwani gegenüber Journalisten, es gäbe im Irak über 240.000 Widerstandskämpfer.

Eine Quelle innerhalb des US-Militärs, die auch an den derzeitigen "Gesprächen" beteiligt ist, lieferte nun eine Erklärung für Shahwanis äußerst unerwartete Offenheit und gleichzeitig einen Ausblick auf die Folgen für die Bevölkerung, die die Schaffung solcher Todesschwadrone hätte.

"Die sunnitische Bevölkerung bezahlt keinen Preis für die Unterstützung, die sie den Terroristen gibt", sagte er. "Aus ihrem Blickwinkel ist sie kostenfrei. Wir müssen diese Gleichung ändern."





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