www.Freace.de
Impressum


Nachrichten, die man nicht überall findet.




Alles beim alten
09.01.2005








Wie ein AP-Bericht vom Sonntag zeigt, hat sich an der Situation im Irak seit Beginn der Besatzung nichts geändert - auch wenn das US-Militär von einer "neuen Strategie" spricht.

Demnach haben US-Soldaten ungezielt das Feuer eröffnet, nachdem ihr Konvoi in der Nacht zum Samstag in der Nähe eines Kontrollpunkts der "irakischen Polizei" in dem 15 Kilometer südlich der Hauptstadt Baghdad gelegenen Ort Yussifiyah von einer Bombenexplosion getroffen wurde.

Nach Angaben des Sprechers der "irakischen Innenministeriums", Oberst Adnan Abdul Rahman, wurden dabei 2 Offiziere der "irakischen Polizei" und 3 Zivilisten getötet.

Dr. Anmar Abdul-Hadi vom al-Yarmouk-Krankenhaus hingegen sagte, daß 8 Menschen getötet und 12 weitere verletzt wurden.

Von offizieller Seite der USA hieß es, es lägen keine Informationen über den Vorfall vor.

Kommandeure des US-Militärs hatten erst kürzlich gesagt, sie hätten die Strategien im Umgang mit den Bomben am Straßenrand angepaßt. Demnach würden die Soldaten nun versuchen, die Schuldigen anzugreifen.

Tatsächlich kann dies allerdings nur als eine ebenso späte wie hilflose Erklärung für eine schon seit langem übliche Vorgehensweise der US-Soldaten im Fall solcher Angriffe bezeichnet werden.

Berichte von US-Soldaten, die angesichts eines Bombenangriffs auf ihre Fahrzeuge ungezielt mit allen verfügbaren Waffen in alle Richtungen feuern und dabei zahllose Zivilisten verletzen und töten sind allerdings praktisch ebenso alt wie die Besetzung des Iraks durch die USA selbst.

Angesichts von seit Beginn der US-Invasion im Irak mittlerweile weit über 100.000 getöteten Irakern ist dieser Vorfall sicherlich keineswegs außergewöhnlich. Er zeigt aber eben auch, daß sich an der Vorgehensweise der US-Soldaten weiterhin nichts geändert hat.






Zurück zur Startseite





Impressum

contact: EMail