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Die Achse des Blöden
21.01.2005








Was würde passieren, wenn man Michael Moore und Monty Python in einem gentechnischen Experiment miteinander verschmelzen würde und die dabei entstehende, siebenköpfige Kreatur nur mit Papier und Stiften in eine Zelle sperren würde?

Vermutlich ist dies die Entstehungsgeschichte des Buchs "Die Achse des Blöden" und Dave Barry ist nur das Pseudonym dieser Kreatur, gewählt, weil es so unauffällig klingt - daß Dave Barry auch der Name eines bekannten Journalisten und Pulitzer-Preisträgers ist, kam der Kreatur dabei sicherlich gerade recht.

Wie es halt meist ist, wenn ein mutiertes Wesen in ein feuchtes, fast völlig dunkles Kellerloch gesteckt wird, um dort ein Buch zu schreiben und so seinem Schöpfer zu unermeßlichem Reichtum zu verhelfen, vermischen sich auch hier, in der "politischen Evolutionsgeschichte der USA", Wahnsinn, durch verbotene halluzinogene Stoffe ausgelöste Wahnvorstellungen und dunkle Ahnungen, wie die Dinge vielleicht aber auch nicht gewesen sein könnten.

Da aber der Einfluß der Michael-Moore-Gene - vermutlich allein schon aufgrund der offensichtlichen Tatsache, daß sie in deutlich größeren Mengen vorhanden sind - auf das Verhalten der Kreatur und dementsprechend auch das Buch nicht gering ist, flossen eben doch immer wieder auch Fakten und Kommentare ein, die keinen Zweifel daran lassen, daß die US-Regierung - aber eigentlich wohl auch jede andere - wirklich nichts anderes als eine "Achse des Blöden" ist.

"Nun darf man nicht vergessen, daß diese Leute nicht irgendwelche dahergelaufenen Idioten waren. Immerhin waren es die Idioten, die im Kongreß der Vereinigten Staaten von Amerika die Mehrheit hatten. Wenn irgendjemand in der Lage war, Umfang und Etat der Bundesregierung zu reduzieren, dann diese Leute. Und was geschah? Wir alle wissen, was geschah. Die Bundesregierung - das Bildungsministerium und alle anderen - wuchs weiter. Ihr Wachstum überrollte die Revolte der Republikaner wie ein Panzer eine Erdnuß."

Nachdem dieses sich "Barry" nennende Wesen in einem Kapitel ausführlich auf die Problematik eingegangen ist, daß die US-Gesellschaft für Backpflaumen einen intensiven Zwist mit der US-Behörde für Nahrungs- und Genußmittel ausgetragen hat, weil sie ihr Produkt lieber als Trockenpflaumen bezeichnen wollte, faßt er diese und andere in zwei Sätzen zusammen:

"Die Bundesregierung ist zu einem gigantischen, unvorstellbar teuren, irrwitzig komplizierten und absurd autoritären Gebilde geworden. Und dennoch bemüht sich dieselbe Regierung ernsthaft, wenn auch auf die ihr eigene schwerfällig-föderale Art, uns zu helfen, genauso wie King Kong ernsthaft glaubte, er helfe der weißen Frau, als er sie gegen ihren Willen aufs Empire State Building schleppte."

Und auch der frühere US-Präsident Jimmy Carter kommt in dem Buch nicht wirklich gut weg.

"Bevor Jimmy Carter ein hausbauender Ex-Präsident wurde, war er tatsächlich mal für kurze Präsident, damals in der Disco-Ära. Die Historiker sind sich immer noch nicht einig, wie das passieren konnte. Ich meine, Jimmy ist ein guter Mensch, aber er hat das Charisma eines Käselaibs. Und dennoch gelang es ihm, von einem Nichts zum mächtigsten Mann der Welt zu werden. Gestern stand er noch irgendwo herum und eröffnete als Hinterbänkler ein Applepie-Festival, und heute tauscht er Kriegsdrohungen mit der Sowjetuniun aus! Seine Geschichte hat viele inspiriert, die in irgendwelchen Loserjobs rumhängen, etwa als Gouverneur oder Senator. Sie schauen in den Spiegel und sagen: 'Hey warum sollte ich eigentlich nicht Präsident werden?' Und der Spiegel denkt: Weil du ein Idiot bist. Aber dummerweise kann er nicht sprechen."


Abschließend noch eine Warnung: Menschen mit einer Zucchini-Allergie sollten besser einen großen Bogen um dieses Buch machen!





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