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Wahrheit tröpfchenweise
22.01.2005








Wie die Kyiv Post am Freitag meldete, handelte es sich bei der Explosion, bei der am 9. Januar 8 ukrainische und eine kasachischer Soldat getötet wurden, tatsächlich um einen Angriff des irakischen Widerstands.

Der Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Andriy Lysenko, bestätigte mit dieser Aussage eine gleichlautende vorangegangene Behauptung des befehlshabenden Kommandeurs der ukrainischen Armee, Generalleutnant Vladimir Mozharovsky.

Untersuchungen haben Lysenko zufolge ergeben, daß "das Zentrum der Explosion unter und zwischen den Hüllen zweier Bomben" lag. Außerdem seien Beweise gefunden worden, daß die Munition vermint gewesen sei. "Teile eines Zeitzünders, Drähte und Batterien wurden gefunden ... wir wissen allerdings nicht, wer genau sie gelegt hat" sagte er.

Darüber hinausgehend blieb das ukrainische Verteidigungsministerium allerdings bei seiner Darstellung, daß sich die Explosion ereignete, als Fliegerbomben in einem Munitionsdepot im Südirak abgeladen wurden. Angesichts der Dienstränge der Getöteten - es handelte sich ausschließlich um Unteroffiziere und Offiziere - scheint aber auch dieser Teil der offiziellen Version wenig glaubwürdig.

Auch die Behauptung, es sei ein Zeitzünder gefunden worden, scheint zumindest äußerst unwahrscheinlich, da es bei Einsatz eines Zeitzünders praktisch reiner Zufall gewesen wäre, daß sich zum Zeitpunkt der Explosion tatsächlich eine große Zahl Soldaten in der Nähe befand. Außer natürlich, er wäre nur auf wenige Minuten eingestellt gewesen, was allerdings wiederum bedeuten würde, daß die Bombe praktisch unter den Augen der Soldaten aktiviert worden wäre. Dies allerdings ließe nur den Schluß zu, daß die Sicherheit der ukrainischen Soldaten im Irak vollständig kompromittiert wäre.

Auch wenn dies sicherlich nicht auszuschließen ist, so scheint es doch wesentlich wahrscheinlicher, daß hier eine Lagebesprechung oder eine andere Versammlung auf mittlerer Ebene gezielt oder zufällig angegriffen worden ist.





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