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Isländer entschuldigen sich
22.01.2005








Wie Reuters berichtete, hat eine isländische Organisation am Freitag in der New York Times eine ganzseitige Anzeige geschaltet, in der sich die Isländer bei dem irakischen Volk für die von der isländischen Regierung gegenüber den USA geäußerte Unterstützung des Irakkriegs entschuldigten.

Island war der "Koalition der Willigen" beigetreten und wird nach wie vor von den USA als Mitglied aufgeführt. Tatsächlich steht die isländische Regierung auch weiterhin hinter dieser Aussage, auch wenn sich die "Unterstützung" Islands für den Krieg und die Besetzung - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, daß Island kein Militär besitzt - auf diese Worte beschränkt.

"Wir entschuldigen uns bei dem irakischen Volk für die Unterstützung der isländischen Minister der Invasion des Iraks", so der Text der Anzeige, die durch die Organisation "Nationale Bewegung für Aktive Demokratie" initiiert und durch Spenden von über 4.000 Isländern - über 1,3 Prozent der Gesamtbevölkerung von knapp 294.000 Menschen - finanziert worden ist.

"Nein, Saddam Hussein wurde gestürzt und wir sind in unserer Unterstützung für Stabilität und Demokratie im Irak unerschütterlich", sagte hingegen Illugi Gunnarson, der politische Berater des isländischen Außenministers David Oddson, gegenüber Reuters.

Einer Anfang dieses Monats veröffentlichten Umfrage zufolge sprachen sich allerdings 80 Prozent der Isländer dafür aus, ihr Land von der Liste zu entfernen. Es ist zu vermuten, daß die derzeitige Regierung hofft, daß die Besetzung des Iraks bis zu den nächsten Wahlen im Mai 2007 beendet sein wird, was sich allerdings mit größter Wahrscheinlichkeit als Trugschluß erweisen dürfte.

Olafur Hannibalsson, Sprecher der Bewegung, zeigte sich überzeugt, daß der wahre Grund für die "Unterstützung" durch die isländische Regierung die Stationierung von US-Kampfflugzeugen auf der Luftwaffenbasis Keflavik ist, da Pläne der USA existieren, die Basis zu schließen. "Mehrere hundert Arbeitsplätze sind in Gefahr", so Hannibalsson. Ein solcher Hintergrund wurde von Gunnarsson entschieden zurückgewiesen.





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