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Urlaubsspaß in Norwegen
29.01.2005








Erst vor einigen Tagen wurde hier über Waljagd und die geplante Tötung eines Viertels des Gesamtbestands an Grauwölfen in Norwegen berichtet. Schon in diesen beiden Fällen stuft die norwegische Regierung wirtschaftliche Interessen offenbar höher ein als den Schutz von Umwelt und vom Aussterben bedrohten Arten.

Am Freitag veröffentlichte Greenpeace einen Bericht, der nur zu gut in dieses Bild paßt.

Demnach wird es ab März dieses Jahres Touristen gestattet sein, in Norwegen Robben "zum Spaß" zu töten. Der Robbenbestand an den Küsten Norwegens wird derzeit auf 12.200 Tiere geschätzt. Knapp 2.100 wurden nun vom norwegischen Fischereiministerium zum Abschuß freigegeben. Das norwegische Meeresforschungsinstitut hatte empfohlen "nur" 950 Tiere zu töten. Begründet wird dies damit, daß die Robben zu viel Fisch fräßen und so die Bestände dezimierten.

Andrea Cederquist, Meeresexpertin bei Greenpeace, ist allerdings anderer Ansicht. "Über Jahrtausende haben Robben nie die Fischbestände bedroht. Für leergefischte Meere sind allein die kommerziellen Fischereiflotten mit ihren riesigen Industriefangschiffen verantwortlich. Und die Politiker, die immer wieder die Warnungen der Wissenschaftler ignorieren", sagte sie.

Cederquist zeigte sich empört über die Pläne, die Tötung der Robben nun auch noch als "Touristenattraktion" zu vermarkten: "Es ist unverständlich, daß die norwegische Regierung diese perverse Jagd erlaubt. Das Töten von Robben als Touristenattraktion zu verkaufen, ist tierverachtend. Es beschädigt das Ansehen Norwegens in der Welt."

Aus wirtschaftlicher Sicht wiederum ist dies gleich doppelt lohnend. Nicht nur, daß so die Fischbestände zugunsten der Fischfangflotten geschont werden, außerdem kommen zusätzliche Touristen ins Land.





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