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Al-Sadr wird ungeduldig
04.02.2005








Am Freitag berichtete Al-Jazeera, daß der irakische Geistliche Muqtada al-Sadr einen Zeitplan für den Abzug der Besatzer aus dem Irak gefordert hat.

Damit äußerte sich al-Sadr, dessen al-Mahdi-Armee sich zeitweise schwere Kämpfe mit den US-Soldaten geliefert hatte, erstmals seit Monaten wieder öffentlich zu politischen Themen.

"Dies ist eine Nachricht von Sayyed Muqtada. Ich rufe alle religiösen und politischen Mächte, die die Wahlen vorangedrängt und sich an ihnen beteiligt haben, auf, eine offizielle Erklärung zu veröffentlichen, in der sie zu einem Zeitplan für den Abzug der Besatzungskräfte aus dem Irak aufrufen", verlas Sayyed Hashim Abu Raghif vor Gläubigen, die sich zum Freitagsgebet in der Stadt Kufa versammelt hatten.

In der Erklärung ließ er auch keinen Zweifel daran, daß er die "Wahlen" als unrechtmäßig und ihre Teilnehmer als Marionetten des "Westens" ansieht.

"Ich bin für die Wahlen beiseite getreten und habe mich ihnen nicht entgegengestellt, da ich dem Marjaiyah [hohe shiitische Gelehrte] keinen Ungehorsam zeigen wollte. Ich habe mich an diesen Wahlen nicht beteiligt, damit ich nicht eine der Spielfiguren des Westens würde. Der Westen ist so stolz, daß sie die Wahlen durchgeführt haben, aber ich frage: wer ist verantwortlich für das Blut an jenem Tag?", so al-Sadr.

Al-Sadr bezog sich damit auf die mindestens 50 während der "Wahlen" getöteten Menschen.

Mit seiner Forderung wiederholte al-Sadr praktisch eine kurz vor den "Wahlen" vom angesehensten shiitischen Geistlichen des Iraks, Ayat Allah Ali al-Husseini al-Sistani aufgestellte Forderung nach einem Zeitplan für den Abzug der Besatzer. Al-Sistani liegt dem Ergebnis der bisher ausgezählten Wahlbezirke zufolge bei der "Wahl" mit 67 Prozent der Stimmen weit vorne.





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