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Immer wieder Folter
07.02.2005








Am Sonntag berichtete die britische Times von einem weiteren Fall, in dem ein von den USA wegen angeblicher Verbindungen zum Terrorismus in einem anderen Land Gefangengenommener - tatsächlich scheint "Entführter" wesentlich zutreffender - in ein drittes Land überführt worden ist, um dort gefoltert zu werden.

Der ägyptische Dissident Osama Moustafa Nasr verschwand am 16. Februar 2003 im italienischen Milano, als er auf dem Weg zu einer Moschee war. Augenzeugen berichteten, daß er anscheinend von drei Männern angesprochen worden war.

Im vergangenen Jahr war er aus unbekannten Gründen offenbar kurzzeitig auf freiem Fuß und rief seine Frau und Freunde an, um ihnen mitzuteilen, was passiert war. Demnach war er nach Ägypten gebracht worden, wo er so schwer gefoltert wurde, daß er auf einem Ohr taub geworden ist. Die italienischen Behörden, die das Gespräch abgehört haben, vermuten, daß er danach wieder verhaftet worden ist, hegen also selbst keine Zweifel an dieser Darstellung. Seitdem ist nichts mehr über seinen Aufenthaltsort oder seinen Gesundheitszustand bekannt.

Letztlich ist dies allerdings nur ein weiterer in einer immer länger werdenden Reihe von solchen bekanntgewordenen Entführungen auf Anordnung der US-Regierung.

Solange ein dem internationalen Völkerrecht, den Menschenrechten und auch den Gesetzen der USA selbst so massiv widersprechendes Verhalten bis auf einige "Proteste" von Regierungen für die USA folgenlos bleibt kann mit Sicherheit angenommen werden, daß sich hieran nichts ändern wird.





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