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Kämpfe in Mosul
12.02.2005








Nur einen Tag nach dem Überraschungsbesuch des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld in der irakischen Stadt Mosul kam es dort einer AP-Meldung vom Samstag zufolge zu schweren Kämpfen.

Unter Berufung auf das US-Militär berichtete AP, daß die Kämpfe durch einen Angriff mit Mörsergranaten auf eine US-Basis reagierten. Die US-Soldaten wurden demnach wiederum mit Gewehren und Panzerfäusten - angeblich aus einer Moschee heraus - angegriffen.

Im Verlauf der Kämpfe sind nach Angaben des US-Militärs 9 Widerstandskämpfer getötet, ein US-Panzer und ein gepanzertes Fahrzeug vom Typ "Stryker" schwer beschädigt - was gemäß der üblichen Art der Mitteilungen des US-Militärs ihre vollständige Zerstörung vermuten läßt.

Trotzdem wurden in dem vier Stunden dauernden Kampf offiziellen Angaben zufolge keine US.Soldaten verletzt oder gar getötet. Zumindest angesichts der beiden zerstörten Fahrzeuge - wobei es unwahrscheinlich sein dürfte, daß nicht weitere, auf jeden Fall leichtere Fahrzeuge ebenfalls zerstört oder beschädigt wurden - scheint diese Behauptung allerdings kaum glaubwürdig, da ihre Besatzungen von der Zerstörung naturgemäß direkt betroffen sind.

Zweifellos stellt sich hier die Frage, inwieweit die Kämpfe mit dem vorangegangen Besuch Rumsfelds zusammenhängen. Einerseits ist es zweifellos möglich, daß es sich hier um eine verspätete Reaktion des irakischen Widerstands auf seine Anwesenheit in Mosul handelte, andererseits sollte aber auch nicht die Möglichkeit außer acht gelassen werden, daß sich der Angriff in Wahrheit einen Tag früher ereignet hat. Dies würde auch erklären, warum es im Anschluß an einen Angriff mit Mörsergranaten auf die US-Basis - ein im Irak praktisch alltäglicher Vorgang - zu Kämpfen zwischen Soldaten und Widerstandskämpfern gekommen ist. Üblicherweise wird die Position, von der die Granaten abgefeuert worden sind von den Besatzern im Gegenzug mit Mörsern oder Raketen beschossen, eventuell noch Hubschrauber eingesetzt.

Der offensichtliche Einsatz einer größeren Zahl von Soldaten - andernfalls wäre es nicht zu derart ausgedehnten Kämpfen gekommen - dürfte entweder einen besonderen Anlaß oder eine Änderung der Strategie markieren. Tatsächlich wäre dies mit größter Wahrscheinlichkeit keineswegs das erste Mal, daß ein Angriff direkt Donald Rumsfeld gegolten hätte-





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