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Großväter an die Front
15.02.2005








Ein Artikel der New York Daily News vom Donnerstag vergangener Woche belegt einmal mehr, wie groß die Probleme des US-Militärs sind, die Truppenstärke im Irak aufrechtzuerhalten.

So waren kürzlich bei einer Patrouille in der irakischen Stadt Baquba zwei - wenn auch noch verhältnismäßig junge - Großväter beteiligt. Einer von ihnen war der Unteroffizier Paul East, der vor 12 Jahren aus der US-Armee ausgeschieden und seitdem Mitglied der "Individual Ready Reserve" (IRR) war. Die IRR bildet sich größtenteils aus Soldaten, deren Dienstzeit noch nicht vollständig abgeleistet worden ist, die aber nicht an Übungen oder anderen Ausbildungen teilnehmen und auch keine Bezahlung erhalten.

"Die Ausrüstung ist völlig anders", sagte der 43-jährige Vater zweier Töchter und Großvater eines Enkelkinds.

Der andere war Feldwebel James Dickerson. Der 49-Jährige ist seit 22 Jahren Mitglied der US-Armee und der Reserve, konnte sich aber aufgrund einer Anordnung des Pentagons, die US-Soldaten das Ausscheiden aus dem Dienst verbietet, solange ihre Einheit sich noch im Einsatz befindet, nicht pensionieren lassen. Dickerson hat vier Kinder und zwei Enkelkinder.

"Es ist jetzt ein Krieg alter Männer", sagte er mit einem schiefen Grinsen.

Der 44 Jahre alte Feldwebel Lawrence Turner ist ein weiterer Fall. Er wurde jetzt einberufen, nachdem er vor 13 Jahren aus der US-Armee ausgeschieden war und ist jetzt ebenfalls in der Nähe von Baquba stationiert. "Als ich ausschied bekam ich etwas Geld von der Armee und ich habe eine Verpflichtung. Aber ich hätte nie gedacht, daß ich hier enden würde. Ich dachte, wir würden hinten eingesetzt. ... Ihnen gehen die Leute aus", so Turner.

Auch der 40-jährige Major Peter Mucciarone war schon seit langen Jahren Reservist. "Ich bin überrascht, an diesem Punkt meiner Karriere hier zu sein", sagte er. "Ich habe seit 10 Jahren kein Funkgerät mehr benutzt", seufzte er. "Aber sie haben so viele Einsätze und nicht genug Leute."





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