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Keine Ärzte für Palästinenser
15.02.2005








Wie AFP am Dienstag berichtete, beschuldigten drei führende Gesundheitsorganisationen Israel, durch seine "Mauer" mindestens 10.000 chronisch kranke palästinensische Menschen den Zugang zu ärztlicher Behandlung zu verwehren.

Nach Angaben der Organisationen Médecins du Monde (MDM), dem Palästinensischen Roten Halbmond und der Ärzte für Menschenrechte - Israel zufolge könnten außerdem aufgrund der "Mauer" bis zu 100.000 schwangere Frauen Probleme bei der Entbindung bekommen und 130.000 Kinder keine Impfungen mehr erhalten wenn der Bau in diesem Jahr beendet wird.

"Die Mauer gefährdet die palästinensische Gesundheitsversorgung, sowohl für Patienten als auch für medizinisches Personal, die Schwierigkeiten haben, Krankenhäuser zu erreichen oder denen der Zugang verwehrt wird", sagte der Präsident der MDM, François Jeanson bei einer Pressekonferenz im Ram Allah (Ramallah).

Nach Aussage von Yunis al-Katib, des Vorsitzenden des Palästinensischen Roten Kreuzes, wird bereits 200.000 Palästinensern in 22 durch die "Mauer" eingeschlossenen Enklaven der freie und ungehinderte Zugang zu medizinischer Versorgung verwehrt.

Entgegen der offiziellen israelischen Erklärung, daß durch die "Mauer" Palästinenser an der Durchführung von "Terroranschlägen" gehindert werden sollen sieht Ruchama Marton, die Vorsitzende der Ärzte für Menschenrechte - Israel, einen anderen Grund für den Bau der schwer befestigten und bewachten Sperranlage.

"Das Hauptziel der Mauer ist, die Palästinenser vor den Israelis zu verstecken, weil es ansonsten möglich wäre, sich mit ihrem Leid zu identifizieren und sie als menschliche Wesen zu betrachten", sagte sie. Die "Mauer beraubt die Palästinenser ihrer Bewegungsfreiheit, was der Kern des Lebens ist."

Zivilisten eines gegnerischen oder besetzten Landes den Zugang zu ärztlicher Versorgung zu verweigern ist sowohl gemäß internationalen humanitären Grundsätzen als auch internationalen Regeln der Kriegsführung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezeichnen.





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