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Wieder eine Offensive im Irak
20.02.2005








Ein Reuters-Bericht vom Sonntag zeigt nur zu deutlich, daß sich auch nach den "Wahlen" im Irak nichts an der bisherigen Situation im Land geändert hat. Demnach hat das US-Militär vermutlich mit der Vorbereitung einer großangelegten Offensive gegen die Stadt Ramadi begonnen.

Wie schon zu Beginn der Großoffensive gegen die Stadt Fallujah im vergangenen November ist Ramadi von US-Einheiten der US-Marines durch die Einrichtung von Kontrollpunkten um die Stadt herum abgeriegelt worden. Außerdem wurde eine Ausgangssperre für die Zeit zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr verhängt.

Auch wenn Reuters schreibt, daß bisher unklar sei, ob dies Vorbereitungen für einen Angriff auf die Stadt sind, so kann der von den USA hierfür gewählte Name doch kaum einen Zweifel an den Plänen lassen: "Operation Fluß-Blitzkrieg" ("Operation River Blitz"), womit auf die Lage der Stadt am Fluß Euphrat angespielt werden soll.

"Die Operation Fluß-Blitzkrieg ist dazu geschaffen, gegen Rebellen und Terroristen vorzugehen, die versucht haben, die Provinz Anbar zu destabilisieren, indem sie die Bevölkerung mit mutwilligen Akten der Gewalt und Einschüchterung terrorisieren", so das US-Militär in einer Erklärung.

Und auch in einem weiteren Punkt wiederholt sich die Geschichte der Stadt Fallujah. So wurde das US-Militär vorgeblich wiederum von der "irakischen Übergangsregierung" gebeten, gegen die Stadt vorzugehen.

"Wir wurden von der irakischen Regierung gebeten, unsere Sicherheitsoperationen in der Stadt zu verstärken, um antiirakische Kräfte zu lokalisieren, isolieren und zu vernichten", so Generalmajor Richard Natonski.

Tatsächlich richtet sich die Gewalt der Widerstandskämpfer in Ramadi vorrangig gegen eine Basis des US-Militärs in der Stadt, die praktisch täglich von Mörsergranaten getroffen wird und gegen "irakische Polizisten" und "irakische Soldaten", die allgemein als Kollaborateure mit den Besatzern angesehen werden.

Auch die Bilder aus Ramadi ähneln jenen aus Fallujah vor Beginn der Großoffensive, so waren am Samstag auch dort Kämpfer mit Panzerfäusten und AK-47-Gewehren zu sehen, die sich frei auf den Straßen bewegten.





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