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Folter in Ägypten
22.02.2005








In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht klagt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) Ägypten der Folter und Massenverhaftungen an.

Demnach wurden nach dem Anschlag auf das Hotel Taba Hilton, bei dem 30 Menschen getötet worden waren, tausende Menschen von den ägyptischen Behörden verhaftet und gefoltert. Die Verhaftungen wurden dabei vom ägyptischen Staatssicherheitsdienst vorgenommen, ohne daß Haftbefehle vorhanden waren, was einen Bruch der Gesetze des Landes darstellt. Noch immer werden bis zu 2.400 Menschen ohne Kontaktmöglichkeit zu Angehörigen oder Anwälten gefangengehalten.

"Die ägyptischen Sicherheitskräfte antworteten auf die Greueltat von Taba, indem sie selbst massenweise Menschenrechtsverletzungen begingen", sagte Joe Stork, Leiter der HRW-Abteilung für den Mittleren Osten und Nordafrika.

Tatsächlich hat selbst die ägyptische Regierung Berichten ägyptischer Menschenrechtsgruppen nicht widersprochen, denen zufolge nach dem Anschlag zwischen 2.500 und 3.000 Menschen verhaftet worden sind. Am 4. Februar gab das Innenministerium nur bekannt, daß 90 Gefangene freigelassen werden würden.

Bisher wurden nur 9 Menschen identifiziert, die im Verdacht stehen, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Der vorgebliche Anführer der für den Anschlag Verantwortlichen ist nach Angaben der Behörden bei der Explosion der Bombe getötet worden.

"Die Regierung Mubarak hat noch immer nicht verstanden, daß routinemäßige Folter und willkürliche Verhaftungen das Gesetz verletzen und den wirklichen Sicherheitserfordernissen nicht nachkommen", so Stork.

Einer der Gründe hierfür dürfte sein, daß dies der ägyptischen Regierung bisher nicht von den USA erklärt worden ist, da diese es vorziehen, selbst "Terroristen" - oder wen auch immer sie dafür halten - eben auch in Ägypten foltern zu lassen.





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