www.Freace.de
Impressum und Datenschutz


Nachrichten, die man nicht überall findet.




Weiterhin schwere US-Verluste?
24.02.2005








Um zu wissen, daß der Irak weit entfernt von einem Ort des Friedens ist, reicht ein Blick auf die offiziellen Verlustzahlen des US-Verteidigungsministeriums. Demnach wurden in diesem Monat bisher 45 US-Soldaten im Irak getötet.

Diese Zahl ist zwar deutlich niedriger als die 107 im Vormonat, andererseits ist in der Vergangenheit die Zahl der US-Verluste in jedem Monat, der einem Monat mit stark angestiegenen Verluste folgte, ebenso stark wieder zurückgegangen. Darüberhinaus stellt sich zweifellos die Frage, ob hier zumindest ansatzweise versucht werden soll, den Eindruck einer Beruhigung der Lage nach den "Wahlen" zu erwecken, da die offiziellen Zahlen des Pentagons sich schon in der Vergangenheit als kaum glaubwürdig erwiesen haben.

Als Gegenpol soll hier exemplarisch einmal mehr der aktuellste "Bericht des irakischen Widerstands" - für den 23. Februar 2005 - betrachtet werden, der zwar zweifellos ebenfalls als Propaganda zu bezeichnen ist, sich aber auch schon häufig als zuverlässig gezeigt hat.

Letztlich führt vermutlich ein "Mittelwert" der Propaganda beider Seiten zur derzeit bestmöglichen Annäherung an die Wahrheit.

Dem Bericht zufolge umzingelte das US-Militär mit mindestens 150 gepanzerten Fahrzeugen die Stadt Hit und verhängte eine Ausgangssperre. Später wurde ein Kontrollposten der US-Marines mit Raketen und eine halbe Stunde später von einer Gruppe von etwa 40 Widerstandskämpfern mit Panzerfäusten, Raketen und mittelschweren Maschinengewehren angegriffen. Dabei wurde der Posten vollständig überrannt und alle 12 US-Soldaten getötet.

In der Stadt Fallujah wurde ein weiterer Kontrollposten des US-Militärs von einer Autobombe getroffen. Bei dem genutzten Fahrzeug handelte es sich um ein Auto der "irakischen Übergangsregierung" mit Nummernschildern des "Handelsministeriums". Dabei wurden 17 amerikanische Soldaten getötet, unter ihnen der stellvertretende Kommandeur der US-Streitkräfte in Fallujah. In dem Ort Amiriyat al-Fallujah wurde ein gepanzertes US-Fahrzeug von einer Bombenexplosion getroffen und vollständig zerstört, wobei 4 US-Soldaten getötet wurden.

Die US-Basis A22 in al-Qa'im an der syrischen Grenze wurde mit 17 120-Millimeter-Mörsergranaten angegriffen. Hierbei wurde eine nicht genannte Zahl von US-Soldaten getötet und verwundet. Ein Lager des US-Militärs wurde ebenfalls von 6 60-Millimeter-Mörsergranaten getroffen.

In Khalidiyah wurden bei Kämpfen 4 US-Soldaten getötet.

Bei einem Angriff mit Mörsern auf das nahe Baghdad gelegene Gefängnis Abu Ghurayb wurden zwei Beobachtungstürme zerstört und 4 US-Soldaten getötet. Die US-Basis in der Stadt at-Tarimiyah wurde mit sieben Raketen angegriffen. Später wurden Hubschrauber beobachtet, die dort landeten, um Opfer abzutransportieren.

In Yusufiyah wurde eine Kolonne von drei US-Fahrzeugen von einer Autobombe getroffen. Hierbei wurde ein Humvee zerstört und 5 US-Soldaten getötet.

Bei einem weiteren Angriff mit einer Autobombe auf eine Patrouille des US-Militärs in der nordirakischen Stadt Mosul wurden drei Humvees zerstört und 7 US-Soldaten sowie ein irakischer Übersetzer getötet. Die Soldaten hatten zwar auf das mit hoher Geschwindigkeit näher kommende Fahrzeug gefeuert, es aber nicht stoppen können.

Auch die US-Basis im Flughafen von Kirkuk ist erneut Ziel eines Angriffs geworden. Dabei wurden durch die 14 120-Millimeter-Mörsergranaten innerhalb der Basis Feuer ausgelöst. Diese waren offenbar so schwer, daß auch die örtliche irakische Feuerwehr um Hilfe gerufen wurde. Ein namentlich nicht genannter irakischer Feuerwehrmann sagte, er habe die verbrannten Leichen von etwa 20 Amerikanern gesehen.

Auch britische und polnische Besatzungstruppen wurden am Mittwoch Ziel von Angriffen.

So wurde in der Stadt Hillah ein polnischer Konvoi von einer Bombenexplosion getroffen, wobei ein polnischer Soldat getötet und 3 weitere verwundet wurden.

In der Stadt Basrah wurde eine britische Patrouille mit vier Bombenexplosionen angegriffen. Augenzeugenberichten zufolge wurden 11 britische Soldaten getötet oder verwundet.

Auch wenn dieser nur einen Tag wiedergebende "Bericht des irakischen Widerstands" zumindest in Teilen auch als Propaganda anzusehen ist, so zeigt er doch deutlich, daß die Lage im Irak deutlich anders ist, als dies üblicherweise dargestellt wird.





Zurück zur Startseite





Impressum und Datenschutz

contact: EMail