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Koalition bröckelt weiter
01.03.2005








Einer AP-Meldung vom Dienstag zufolge hat die Ukraine entschieden, ihre 1.650 Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Bereits am 15. März sollen die ersten 150 Soldaten das Land verlassen.

Der "Rat für Nationale Sicherheit und Verteidigung", dem der Premierminister Viktor Yushchenko vorsitzt und dem die Minister der Verteidigung, des Auslands und des Innern angehören, hatte nach Aussage des Außenministers Borys Tarasyuk der Nachrichtenagentur Interfax zufolge den Abzug "nach genauen Überlegungen" beschlossen.

Angesichts der Tatsache, daß schon während des Wahlkampfs zwischen Yushchenko und dem bisherigen Premierminister Viktor Yanukovych Einigkeit hinsichtlich des Abzugs der ukrainischen Besatzungstruppen aus dem Irak herrschte, kann diese Entscheidung sicherlich kaum verwundern. Angesichts der Größe des ukrainischen Kontingents ist es aber zweifellos eine weitere Belastung für das US-Militär, das seinerseits schon seit Monaten große Probleme hat, seine Truppenstärke aufrechtzuerhalten.

Bereits im April soll das ukrainische Kontingent im Irak dem ukrainischen Verteidigungsminister Anatoly Gritsenko zufolge auf etwa 700 Soldaten reduziert werden. Dieser Truppenabzug wird von den im gleichen Gebiet wie die ukrainischen stationierten 2.400 polnischen Soldaten nicht aufgefangen werden können, so daß hier ebenfalls US-Soldaten eingesetzt werden müssen.

Auch wenn der Abzug der Ukraine aus dem Irak, der bis zum Oktober beendet sein soll, sicherlich militärisch kein unlösbares Problem für die Besatzer darstellt, so setzt der Abzug doch zweifellos ein politisch aus Sicht der USA alles andere als wünschenswertes Signal. Letztlich könnte dies durch einen verstärkten Druck der Bevölkerung anderer an der Besatzung beteiligter Länder zum Abzug weiterer Soldaten führen.





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