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Gefährliche Freundschaft
12.03.2005








Berichte der letzten Zeit, insbesondere hinsichtlich des Staatsbesuchs des iranischen Präsidenten Mohammad Khatami in Venezuela, belegen eine Freundschaft, die sich für die USA als äußerst gefährlich erweisen könnte.

So berichtete der Boston Globe am Freitag, daß der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, sich hinter die nuklearen Ambitionen des Irans gestellt hat.

"Iran hat jedes Recht, wie es auch viele andere Länder getan haben, seine Atomenergie zu entwickeln und Forschungen auf diesem Gebiet fortzusetzen", so Chavez. Beide Länder hatten zuvor 20 Abkommen zur Zusammenarbeit, von Ölindustrie bis Landwirtschaft, unterzeichnet.

Vor dem Kongreß Venezuelas verdeutlichte Khatami die Gemeinsamkeiten Irans und Venezuelas als er sich über "die Ungerechtigkeit der großen Mächte, die versuchen die Welt zu kontrollieren" beklagte. Hierzu zählte er die USA, die sich "in andere Staaten unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus einmischen und versuchen, die ganze Menschheit dazu zu bringen, ihrem Machtmonopol zu folgen."

"Was verurteilt werden muß sind Aufrufe zur Gewalt, gleichgültig, ob sie von Terroristen oder von Aggressoren mit einem Drang zur Macht kommen", so Khatami weiter.

Ein von der TehranTimes veröffentlichtes Photo, auf dem zu sehen ist, wie Chavez zur Begrüßung mit offenen Armen auf Khatami zugeht, belegt deutlich die Nähe beider Länder.

Schon die nun abgeschlossenen Verträge im Wert von über einer Milliarde US-Dollar sind zweifellos geeignet, die USA zu verärgern.

Es kann sicherlich angenommen werden, daß diese weitere Annäherung zwischen den beiden Staaten zum jetzigen Zeitpunkt, da Venezuela von den USA weiterhin und der Iran stark zunehmend von den USA bedroht werden, nicht zufällig geschieht, sondern hier eine Allianz von Staaten, die sich auf der "schwarzen Liste" der USA befinden, gebildet wird.

Dies mag zwar, wie der frühere venezolanische Außenminister Humberto Calderon Berti gegenüber Reuters sagte, insbesondere für Venezuela ein gewagtes Spiel sein, da es hierdurch noch weiter ins Fadenkreuz der US-Regierung rücken könnte. Andererseits verstärkt sich hierdurch die Machtposition beider Länder. Während der Iran beispielsweise schon im Januar begonnen hat, Venezuela dabei zu helfen, sein Öl in Zukunft vermehrt im asiatischen Raum zu vermarkten ist Venezuela bisher ein bedeutender Öllieferant für die USA. Sollte sich hier eine echte Allianz bilden, würde dies einen Angriff der USA auf den Iran bei daraus folgender Reaktion Venezuelas damit deutlich erschweren beziehungsweise verteuern.

Tatsächlich könnte dies angesichts der umsichgreifenden Liste von vermeintlichen Feinden der USA auch die Keimzelle einer neuen, weltweiten Allianz sein.





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