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Der kommende Krieg
13.03.2005








Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere kriegerische Auseinandersetzung im Mittleren Osten wächst einem Bericht der britischen Times vom Sonntag, demzufolge das Kabinett des israelischen Premierministers Ariel Sharon im vergangenen Monat bereits eine "erste Vollmacht" für einen Angriff auf den Iran erteilt hat.

Dabei hat das israelische Militär die reine Planungsphase offenbar längst verlassen. So wurde die iranische Anlage zur Urananreicherung in Natanz in der israelischen Wüste nachgebaut um ihre Zerstörung zu üben. Neben der Bombardierung mit bunkerbrechenden Waffen sollen dabei auch Angehörige der israelische Eliteeinheit "Shaldag" ("Eisvogel") eingesetzt werden.

Amerikanische Stellen haben Israel bereits zu verstehen gegeben, daß sie sich einem Angriff Israels auf den Iran nicht in den Weg stellen würden, wenn die "internationalen Anstrengungen, die iranischen Atomprojekte zu stoppen versagen".

Die USA hatten sich in der vergangenen Woche dem Standpunkt der Europäischen Union angenähert, den Iran statt mit Drohungen durch Entgegenkommen von der Aufgabe seines vorgeblichen Atomwaffenprogramms - dessen Existenz von der iranischen Führung weiterhin vehement bestritten wird - zu überzeugen. Dies wurde vom Iran allerdings umgehend abgelehnt.

"Kein Druck, keine Bestechung oder Drohung können den Iran dazu bringen, sein legitimes Recht zur Nutzung von Atomtechnologie für friedliche Zwecke aufzugeben", so ein iranischer Sprecher.

Die US-Führung hatte "gewarnt", daß militärische Angriffe Israels oder der USA nicht auszuschließen seien, sollte die Angelegenheit nicht vor den Vereinten Nationen zu einer Lösung kommen. Der US-Vizepräsident Richard "Dick" Cheney sagte am Freitag, der Iran würde "stärkere Maßnahmen" erfahren, sollte er sich nicht beugen.

Letztlich dürfte es aber auch gerade dieser zunehmende Druck sein, der den Iran immer unnachgiebiger werden läßt, da die Maxime "Unterdrücke nicht und lasse dich nicht unterdrücken" eines der Hauptmotive der Shiiten ist.

Dem Iran die friedliche Nutzung von Kernenergie - für die Behauptungen, es handele sich um verdeckte Bestrebungen zur Entwicklung von Atomwaffen fehlen ebenso die Beweise wie sie dies im Falle des Iraks taten - während drei der umliegenden Staaten - Indien, Pakistan und nicht zuletzt Israel - darüber hinaus sogar im Besitz von Atomwaffen sind, dürfte von der iranischen Führung zweifellos als Versuch der Unterdrückung aufgefaßt werden.





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