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Probleme für Blair?
19.03.2005








Einem Bericht des britischen Guardian vom Samstag zufolge wird der britische Premierminister Tony Blair bei den kommenden landesweiten Wahlen Konkurrenz von einer eher unerwarteten Seite bekommen.

Demnach wird der ehemalige britische Geheimagent David Shayler gegen Blair in dessen Wahlkreis Sedgefield antreten. Shayler war im Jahr 2002 zu einer Haftstrafe von sechs Monaten - von der er aber nur sieben Wochen absaß - verurteilt worden, weil er enthüllt hatte, daß der britische Geheimdienst an einer Verschwörung beteiligt gewesen war. Nicht nur, daß der britische Geheimdienst MI6 den libyschen "Revolutionsführer" Muammar al-Khadafi im Jahr 1996 ermorden lassen wollte, hierzu wurde auch ausdrücklich die Organisation "Al-Qaida" unterstützt und später vor Verfolgung geschützt.

Shayler sagte nun, er würde sich im Wahlkampf auf zwei Anti-Kriegsthemen und Blairs "Angriffe auf die demokratischen Rechte in den vergangenen acht Jahren" konzentrieren. Der frühere Antiterrorexperte sagte, die Unterstützung des US-geführten Angriffskriegs gegen den Irak durch Blair habe die Bevölkerung einer größeren Gefahr durch Terroranschläge ausgesetzt.

Shayler hofft, durch seine Kandidatur im nordbritischen Sedgefield ein zeichen für die Landespolitik setzen zu können. "Wenn wir in Sedgefield eine große Zahl von Proteststimmen erzielen könnten, würde dies eine klare Botschaft an die Politiker dieses Landes senden, daß die Menschen genug von autokratischen Führern haben, die ihre Wähler nicht repräsentieren", so Shayler.

"Zwischen 15.000 und 100.000 unschuldige Menschen sind im Irak gestorben - nicht zur Verteidigung unserer Freiheit und Sicherheit, sondern aus einer Laune eines schlechtinformierten Premierministers heraus, der vor dem Parlament damit prahlte, daß er die Details der berüchtigten 45-Minuten-Behauptung, die sich mittlerweile als unzuverlässig erwiesen haben, nicht überprüft hat", sagte Shayler weiter.

Angesichts der Entwicklung in Großbritannien - die sich aber seit mehreren Jahren ebenso in anderen Ländern vollzieht - zeigte er sich äußerst besorgt über die Zukunft der demokratischen Grundwerte seines Landes.

"Unsere Demokratie steckt in einer Krise und wenn wir nicht jetzt handeln, wird in fünf Jahren keine Demokratie mehr übrig sein, für die es sich zu kämpfen lohnen würde", sagte er.





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