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Geschichte wiederholt sich
25.03.2005








"Wer seine Geschichte nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen" sagte einmal Richard von Weizsäcker. Offenbar ist die Zeit mittlerweile derart schnellebig geworden, daß die Erinnerungen nicht einmal mehr einige Jahre zurück reichen.

Anders ist es kaum zu erklären, daß sich auch hinsichtlich des Irans die Kriegsvorbereitungen genau so wiederholen, wie es schon in Falle des Iraks durchgeführt wurde, ohne daß dies Politikern oder Medien auffiele.

Und so berichtete AP am Donnerstag, daß ein Exil-Iraner ausgesagt hat, daß der Iran ein geheimes unterirdisches Lager zur Anreicherung von Uran errichtet habe. Ali Reza Jafarzadeh berief sich dabei auf Informationen, die er von Quellen "innerhalb des iranischen Regimes" erhalten habe. Seine Quellen wüßten allerdings nicht, ob die Anlagen zur Urananreicherung dort nur gelagert oder auch betrieben würden - ein nicht unwichtiger Zusatz, der beispielsweise vom Spiegel in einem Artikel mit dem Titel "Teheran reichert angeblich Uran an" vollständig ausließ.

Ein anonym bleiben wollender Diplomat, der mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) "vertraut" ist, sagte gegenüber AP, die IAEA habe keine Kenntnis von der vorgeblichen Anlage. Sollte sie existieren wäre dies eine Verletzung des Abkommens des Irans mit der IAEA, dem gemäß alle Aktivitäten zur Urananreicherung eingestellt wurden.

Während es internationalem Recht zufolge keinem Staat verwehrt werden kann, Atomenergie zur friedlichen Nutzung zu erforschen und zu entwickeln, wird dem Iran von den USA und Europa vorgeworfen, auch die Entwicklung von Atomwaffen anzustreben, was von der iranischen Regierung aber vehement bestritten wird.

Wer aber ist nun dieser Ali Reza Jafarzadeh? Schon die Tatsache, daß er ausgerechnet vom US-Sender FoxNews als "Experte" für den Iran bezeichnet wird, weckt sicherlich angesichts der Art der "Berichterstattung" des Senders bereits erste Zweifel an Jafarzadehs Glaubwürdigkeit.

Noch weitaus schwerwiegender ist aber, daß er der frühere Sprecher der Organisation "Mujaheddin e-Khalq" (MKO), die sowohl von den USA als auch von Europa als terroristisch eingestuft wird, ist. Die MKO führt seit langem einen bewaffneten Kampf gegen die derzeitige iranische Führung, lange Jahre über auch aus dem Irak heraus, damals unterstützt von Saddam Hussein.

Schon in der Vergangenheit hat Jafarzadeh ähnliche Vorwürfe gegen den Iran erhoben, so beschuldigte er das Land beispielsweise im Jahr 2003 der Entwicklung von biologischen Waffen.

Wenn ausgerechnet dieser Ali Reza Jafarzadeh nun von einem geheimen Lager innerhalb des Irans spricht, so dürfte dies ebenso glaubwürdig sein, wie die Behauptungen Ahmed Chalabis bei der Vorbereitung des US-Angriffs auf den Irak, dieser besäße Massenvernichtungswaffen.





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