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Die irakische "Freiheit"
29.03.2005








Über zwei Jahre nach Beginn des von den USA geführten völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak - der von den USA gern als "Befreiung" bezeichnet wird - belegt ein AP-Bericht vom Montag ein weiteres Mal, wie es um die Freiheit im Irak tatsächlich bestellt ist.

So warnte der "irakische Übergangsinnenminister" Falah al-Naqib die Iraker, sich nicht an Demonstrationen zu beteiligen. Diese seien "Einladungen für große Terroranschläge".

Dies scheint allerdings keineswegs die einzige drohende Gefahr zu sein. So hatten die Leibwächter des "irakischen Übergangsministers für Wissenschaft und Technik", Rashad Mandan Omar, am Sonntag das Feuer auf etwa 50 Demonstranten eröffnet. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet und 3 weitere verletzt.

Al-Naqib nannte die Demonstration am Montag einen "Versuch, die Situation im Irak zu destabilisieren" und warf den Demonstranten vor, versucht zu haben, in das Büro Omars einzudringen, so daß dessen Leibwächter "nur ihren Job" getan hätten, ihn zu schützen. Haithem Jassim, einer der Verletzten, sagte, daß die Demonstranten unbewaffnet waren.

Einer AP-Meldung vom Sonntag zufolge handelte es sich bei den Demonstranten um Wachen des Ministeriums für Wissenschaft und Technik, die dagegen protestierten, daß sie nur einen Teil ihrer Gehälter erhalten hatten.

Es kann also kaum verwundern, wenn die Wachen ihren Protest auch vor ihrem Dienstherrn vortragen wollten. Al-Naqibs Äußerung andererseits könnte vor diesem Hintergrund auch als kaum verhohlene Drohung an die Demonstranten aufgefaßt werden.

Daß dies nicht nur mit Waffengewalt verhindert wurde sondern darüberhinaus auch noch von al-Naqib verteidigt wird, zeigt ebenso wie die Verhaftung des Al-Arabiya-Journalisten Wail Isam überdeutlich, daß die von den USA kontrollierte "irakische Übergangsregierung" in Wahrheit keinerlei Interesse an Freiheit und Demokratie im Irak hat.





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