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Kurzsichtige Soldaten?
06.04.2005








Am Dienstag meldete CBS, daß ein für freiberuflich für das Unternehmen arbeitender Kameramann im Irak von einem US-Soldaten angeschossen worden ist.

Abdul Amir Younis Hussein wurde demnach in der Hüfte getroffen, als ein US-Soldat auf ihn schoß, weil er dessen "Kamera irrtümlich für eine Waffe hielt" - die gleiche Begründung, mit der schon der Reuters-Kameramann Mazen Dana erschossen worden war.

Reuters berichtete, daß Hussein zu dem Zeitpunkt Filmaufnahmen in der nordirakischen Stadt Mosul machte. Möglicherweise hätte er, wäre er nicht angeschossen worden, dort ein Kriegsverbrechen gefilmt.

So meldete das Pentagon, daß US-Soldaten einen "vermutlichen Rebellen" angriffen, der "mit einem AK-47 winkte und eine Gruppe von Zivilisten aufhetzte." Der Mann wurde von den Soldaten erschossen.

Dabei wurde "eine Person, die anscheinend eine Waffe hatte und in der Nähe des Rebellen stand, angeschossen und verletzt. Diese Person stellte sich später als Reporter heraus, der eine Videokamera hielt", so das Pentagon weiter.

Selbst wenn der Erschossene tatsächlich ein Sturmgewehr bei sich trug - eine weitere "Verwechslung" scheint hier kaum ausgeschlossen - so war er doch offenbar allein und stellte für die Soldaten keine unmittelbare Bedrohung dar. Vielmehr scheint sein hauptsächliches "Vergehen" in der "Aufhetzung" der umstehenden Menschen gelegen zu haben. Letztlich scheint aber selbst dieser "Vorwurf" zumindest fragwürdig, da die US-Soldaten, da sie nicht in der Lage waren, eine Videokamera von einer Waffe zu unterscheiden, zu weit von dem Mann entfernt gewesen sein müssen, als daß sie ihn hätten verstehen können - ganz abgesehen von den grundlegenden Verständnisschwierigkeiten der arabischen Sprache bei US-Soldaten.

Die Umstände seines Todes sind also zumindest äußerst fragwürdig.





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