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Die Fremdenlegion der USA
07.04.2005








In einer Anhörung vor dem "Senate Armed Services Committee" ("Komitee des US-Senats für die Streitkräfte") machte der US-Staatssekretär der Verteidigung für Personal, David Chu, eine bemerkenswerte Aussage. Demnach sind derzeit "ungefähr" 41.000 Ausländer Mitglied des US-Militärs.

20.000 weiteren ausländischen Soldaten innerhalb des US-Militärs wurde seit dem 11. September 2001 die Staatsbürgerschaft der USA verliehen, so Chu. Er machte allerdings keine Angaben dazu, in wievielen Fällen dies posthum geschehen ist.

Zwar handelt es sich hier nicht wie bei der französischen Légion étrangère (Fremdenlegion) um eine gesonderte Einheit, die ausländischen Soldaten werden vielmehr in regulären Einheiten eingesetzt, dafür übertrifft ihre Zahl die der Fremdenlegion von derzeit etwa 7.800 Mitgliedern aber auch um ein vielfaches.

Auch wenn es hinsichtlich der Bezeichnung der Fremdenlegionäre als "Söldner" durchaus Uneinigkeit gibt, so scheint dieser Begriff sowohl für sie als auch für die Ausländer, die für die USA in den Krieg ziehen, doch durchaus angemessen. In beiden Fällen geschieht dies in der überwiegenden Zahl der Fälle aus persönlichem Interesse des Einzelnen.

Der besondere Reiz der Fremdenlegion ist dabei für viele zweifellos, daß ihre Mitglieder eine neue Identität erhalten können. Für die häufig aus ärmeren Ländern stammenden ausländischen Rekruten der US-Armee wiederum steht größtenteils die Möglichkeit im Vordergrund, nach einem mindestens einjährigen Militärdienst die US-Staatsbürgerschaft beantragen zu können.

Neben den mehreren zehntausend Söldnern, die im Irak für "private Sicherheitsunternehmen" tätig sind, greift also auch das US-Militär gern und zahlreich auf ausländische Rekruten zurück. Der Vorteil hierbei liegt auf der Hand. Nicht nur, daß sie aufgrund der wirtschaftlichen, aber auch politischen Verhältnisse in ihren Heimatländern leichter zu der Unterschrift auf dem Rekrutierungsformular, das nur zu leicht auch das eigene Todesurteil sein kann, zu bewegen sind, ihr Tod verursacht auch bedeutend weniger politische Probleme.

Angesichts der von Chu genannten Zahlen erscheint sogar die Gesamtzahl der vom US-Militär angegebenen, aus dem Ausland stammenden getöteten Soldaten äußerst niedrig, insbesondere, da die im Ausland angeworbenen Soldaten größtenteils nur niedrige Mannschaftsränge bekleiden und somit "in vorderster Front" stehen.





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