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Der leise Tod
16.04.2005








Betrachtet man die vom US-Militär bisher in diesem Monat bekanntgegebenen Zahlen im Irak getöteter US-Soldaten, so ist die Vermutung, daß der Widerstand gegen die Besatzer schwächer wird, äußerst naheliegend.

Demnach wurden im April bisher 17 US-Soldaten getötet. Würde sich diese Entwicklung fortsetzen, so wäre der April schon jetzt nach dem Februar des vergangenen Jahres der Monat mit den zweitniedrigsten Verlusten seit Beginn des Krieges im März 2003.

Insbesondere angesichts der schweren Kämpfe um die Stadt al-Qa'im und zahlreiche Angriffe im ganzen Land scheinen die Angaben des US-Militärs allerdings wenig glaubwürdig. So meldete der "Bericht des irakischen Widerstands" für Freitag, daß "Konzentrationen amerikanischer Soldaten und Gruppen von US-Fahrzeugen", die sich nach mehreren erfolglosen Offensiven gegen die Stadt einige Kilometer zurückgezogen haben, mit 53 120-Millimeter-Mörsergranaten beschossen hätten.

Anwohner berichteten demnach, sie hätten von ihren Dächern aus dadurch hervorgerufene Brände und US-Hubschrauber, die Verletzte und Tote abholten, gesehen.

Während hier nur zu vermuten ist, daß der Angriff auch zum Tod von US-Soldaten geführt hat - und der "Bericht des irakischen Widerstands" kaum als neutrale Informationsquelle bezeichnet werden kann - kommt es doch von Zeit zu Zeit vor, daß auch etablierte Medien den Tod von US-Soldaten melden, obwohl das US-Militär diese verschweigt.

Bereits mehrfach berichteten lokale Medien über den Tod eines Soldaten und zitierten Angehörige, während das US-Militär sich zum Tod des Soldaten ausgeschwiegen hat. Erst nach diesen Berichten erfolgte dann auch die Meldung des Militärs, so daß zu vermuten ist, daß es ohne die Berichte auch keine Meldung gegeben hätte.

Am Freitag nun berichtete unter anderem die kuwaitische Nachrichtenagentur KUNA, daß bei dem Angriff mit einer Autobombe in Baghdad drei US-Soldaten getötet und zwei weitere verletzt wurden.

Unter Berufung auf die "irakische Polizei" berichtete die Agentur, daß am Freitagmorgen ein "Selbstmordattentäter" in einem Opel in der Straße al-Ameraat im Stadtteil al-Mansour einen US-Konvoi angegriffen hat. Dabei wurde ein US-Humvee zerstört.

Weder der Angriff auf den US-Konvoi noch der Tod der Soldaten sind bisher von Seiten des US-Militärs gemeldet worden.





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