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Von Puppen und Spielern
25.04.2005








Wie der britische Independent am Montag berichtete, ist der oberste Ermittler für Menschenrechte der Vereinten Nationen auf Druck der USA entlassen worden, nachdem er nur wenige Tage zuvor einen Bericht veröffentlicht hatte, in dem er die USA wegen der anklagelosen Inhaftierung von Menschen und ihrem Festhalten in geheimen Gefängnissen scharf kritisiert hat.

Cherif Bassiouni war im Februar von seiner zweiten Erkundungsmission in Afghanistan für die UN-Menschenrechtskommission zurückgekehrt. Dort hatte er wiederholt erfolglos versucht, Zugang zu vorgeblichen Mitgliedern der Taliban und Al-Qaidas in den beiden größten US-Basen in Kandahar und Bagram erlangen um diese zu befragen.

Bassiounis Aufgabe wurde von den UN in der vergangenen Woche beendet, nachdem die USA dahingehend Druck ausgeübt hatten, daß Aufgabenbereich des gebürtigen Ägypters derart verändert werden sollte, daß er nicht länger für das US-Militär zuständig gewesen wäre.

Die Tatsache, daß die vorgeblich internationale Organisation der "Vereinten Nationen" sich hier vollständig dem Willen eines ihrer Mitgliedsländer beugt und als einzige Gegenmaßnahme den eher hilflosen Protest der Auflösung des ganzen Aufgabengebiets sieht, zeigt nur zu deutlich die Machtlosigkeit der UN gegenüber den USA. Wenn es den USA möglich ist, auf unangenehme Berichte derart strafend zu reagieren - noch dazu, ohne daß dies von Seiten anderer Staaten auch nur kritisiert würde - so hat die Organisation zweifellos jegliche Rechtfertigung verloren, sich für oder gegen das Verhalten einzelner Länder auszusprechen. Es wäre immer anzunehmen, daß dies nicht aus "freiem Willen" der Organisation, sondern wiederum vielmehr auf Druck der USA - oder auch eines anderen Landes mit ebensolchem Einfluß - geschieht.

Ein solches Vorgehen der UN kann nur als Bankrotterklärung bezeichnet werden.





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