www.freace.de
Impressum

Nachrichten, die man nicht überall findet.



Werbung:


Bomben für Israel

28.04.2005






Am Dienstag meldete die zum US-Verteidigungsministerium gehörende "Defense Security Cooperation Agency" (DSCA, "Behörde für Zusammenarbeit bei Verteidigungssicherheit"), daß die USA planen, 100 bunkerbrechende Waffen vom Typ GBU-28 an Israel zu liefern.

Die GBU-28 ist 1991 für den ersten Krieg der USA gegen den Irak entwickelt worden, um dort die schwerbefestigten Bunkeranlagen zu zerstören und enthalten fast 300 Kilogramm eines hochexplosiven Sprengstoffs. Sie sind dafür konstruiert worden, vor ihrer Explosion mehrere Meter Beton oder über 30 Meter Erdboden zu durchdringen. Hierzu werden sie zumeist mit abgereichertem Uran (DU) ausgestattet, da dieses besonders hart und schwer ist. Eine dieser Bomben enthält dann bis zu 1.500 Kilogramm des radioaktiven Materials.

Angesichts eines Stückpreises von etwa 145.000 US-Dollar und einem genannten Gesamtumfang des Rüstungsgeschäfts von 30 Millionen US-Dollar werden also etwa zusätzlich 15 Millionen US-Dollar an "Hilfsgütern; Test-, Ersatz- und Reparaturteilen; Unterstützung bei der Versorgung; Veröffentlichungen und technische Daten, technische Unterstützung durch die US-Regierung und Unternehmen und weitere Elemente der logistischen Unterstützung" geliefert werden.

In der Meldung betonte die DSCA, daß durch die Lieferung "keinen Einfluß auf die militärische Gleichgewicht in der Region haben wird." Vielmehr trage der Verkauf "zur Außenpolitik und nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten bei, indem er hilft, die Sicherheit eines befreundeten Landes zu verbessern".

Allein aufgrund der großen Zahl der zu liefernden "Bunker Buster" ist dies aber sicherlich zu bezweifeln. Die Tatsache, daß die Website Globalsecurity den Bestand des US-Militärs an diesen Waffen mit 300 beziffert vermittelt einen Eindruck über den Umfang dieser Lieferung.

Es ist offensichtlich, daß die GBU-28 von Israel zum Einsatz gegen iranische Bunker und Atomanlagen eingekauft werden. Da es sich hier um eindeutig offensive Waffen handelt muß die Behauptung, hierdurch würde das militärische Kräfteverhältnis nicht verschoben, als Irreführung bezeichnet werden.





Zurück zur Startseite





Impressum

contact: EMail