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Erste Folgen des "Totalmords"

29.04.2005






Bereits vor mehr als einem Jahr hatte ein japanisches "Bürgertribunal" den US-Präsidenten George W. Bush wegen des Einsatzes großer Mengen von Geschossen aus abgereichertem Uran (DU-Munition) des Kriegsverbrechens des "Totalmords" für schuldig befunden, da diese Waffen sich gegen jegliches Leben richteten. Ein Bericht der zu den Vereinten Nationen gehörenden IRINNews vom Mittwoch belegt, wie gerechtfertigt dieses "Urteil" war.

Demnach haben Ärzte in der irakischen Hauptstadt Baghdad einen starken Anstieg der Mißbildungen bei Neugeborenen seit Beginn des US-geführten Angriffskrieges gegen das Land gemeldet. Am stärksten betroffen seien hiervon die südlichen Landesteile, insbesondere die Städte Basra und Najaf. Insbesondere die Tatsache, daß Najaf als besonders schwer betroffen genannt wird, widerlegt die These, daß es sich hier um die Auswirkungen des Einsatzes von DU-Munition während des "1. Golfkriegs" der USA gegen den Irak handelte. Zwar kam es damals tatsächlich zu schweren Gefechten in Najaf, diese spielten sich allerdings ausschließlich zwischen der Regierungstruppen und den von den USA zum Aufstand ermunterten, dann jedoch vollständig alleingelassenen Shiiten ab.

"Es wurden insgesamt 650 Fälle seit August 2003 in öffentlichen Krankenhäusern gemeldet - das ist ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Regime. Private Krankenhäuser waren in der Studie nicht enthalten, die Zahl könnte also noch höher sein", so Dr. Nawar Ali von der Universität von Baghdad, wo er in der Forschungsstation für Neugeborene arbeitet.

Zu den häufigsten Mißbildungen zählen überzählige Finger, ungewöhnlich große Köpfe, nur einseitige Lippen und das Fehlen von Armen oder Beinen. In den meisten Fällen überleben die Kinder die erste Woche nach ihrer Geburt nicht.

Tatsächlich dürften dies nur die ersten Anzeichen der Katastrophe, die dem irakischen Volk bevorsteht, sein. Nachdem die USA 1991 im Irak zwischen 320 und 750 Tonnen abreichertes Uran verschossen hatten, begann die Zahl der Mißbildungen erst im Jahr 1995, merklich zu steigen. Einige äußerst drastische Photos dieser grausamen Mißbildungen sind beispielsweise auf einer niederländischen Website zu sehen.

Da seit Beginn der Invasion im März 2003 bereits mehrere tausend Tonnen abgereichertes Uran im Irak verschossen wurden - anders als im "1. Golfkrieg" überwiegend in dichtbesiedelten Gebieten - kann mit Sicherheit angenommen werden, daß sich dieses Problem in den nächsten Jahren noch vervielfachen wird.

Schon vor über fünf Jahren hatten irakische Hebammen Berichten zufolge gesagt, daß sie sich nicht mehr auf Geburten freuten, da sie "nicht wissen, was herauskommen wird."





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