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02.05.2005






Eine AP-Meldung vom Montag zeigt, daß der immer wieder gemachte Vorwurf, die von den ausländischen Truppen gestützte "afghanische Regierung" würde höchstens über die Hauptstadt Kabul regieren, offenbar zutrifft.

Demnach sind bei der Explosion eines Waffenlagers in dem Ort Bashgah in der Provinz Baghlan, rund 120 Kilometer nördlich Kabuls, 28 Menschen getötet und 13 - erste Berichte sprachen von etwa 70 - weitere verletzt worden.

Die Explosion ereignete sich in einem Bunker unterhalb des Hauses des örtlichen "Kriegsherrn" ("Warlord") Jalal Bashgah. Dieser hatte dort anscheinend große Mengen Munition, darunter auch Raketen, gelagert, die er bereits im Rahmen der Entwaffnung der Milizen Afghanistans hätte abgeben sollen.

Nach Aussage von General Fazeluddin Ayar, dem örtlichen Polizeichef, wurden bei der Explosion neben Bashgahs Haus fünf weitere und eine Moschee vollständig zerstört.

Die Tatsache, daß eine derart große Menge Munition nicht einmal durch Kontrollen im Haus ihres "Besitzers" gefunden worden ist, zeigt, wie gering der Einfluß Kabuls - und auch der ausländischen Truppen - bereits in dieser eher geringen Entfernung zur Hauptstadt ist.

Dies wirft sicherlich auch ein deutliches Licht auf die vorgeblich voranschreitende "Demokratisierung" des Landes. Es ist kaum anzunehmen, daß die Durchführung demokratischer Prozesse in solchen Gegenden geregelt ablaufen kann, wenn dies nicht einmal bei derart grundlegenden Aufgaben gelingt.

Die Parallelen zu der von den sowjetischen Besatzungstruppen gestützten kommunistischen Regierung in den 80er Jahren sind hier kaum noch zu übersehen.





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