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Die anderen "Fundamentalisten"

05.05.2005  






Wie AP am Mittwoch berichtete, hat das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates Texas ein Gesetz verabschiedet, das "offen sexuell anregendes" Cheerleading eindämmen soll.

Das Gesetz erlaubt es der staatlichen Schulaufsicht, Schulen zur Überprüfung der Auftritte ihrer Schülerinnen als Cheerleader an ihren Schulen aufzufordern und zu zwingen, "entsprechende Maßnahmen" gegen "vulgäre oder übertriebene" Auftritte der Cheerleader zu ergreifen.

"Mädchen können rausgehen und all diese offen sexuellen Aufführungen machen und wir beklatschen sie und das ist nicht richtig", sagte der demokratische Abgeordnete Al Edwards, der den Gesetzvorschlag eingebracht hatte. Diese Auftritte seien eine "Ablenkung" für die Schüler, die zu Schwangerschaften, Schulabgängen und der Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten führe.

Dabei bietet das Gesetz den zuständigen Stellen einen weiten Ermessensspielraum, was als anstößig bewertet wird, da es keine Definition der verbotenen Aufführungen enthält. "Jeder Erwachsene, der in seinem Leben mit Sex zu tun hatte, weiß es, wenn er es sieht", so Edwards weiter.

AFP zitierte den ebenfalls demokratischen Abgeordneten Joe Deshotel mit den Worten: "Einige von ihnen sind einfach nur vulgär, etwas das man sonst in einem Sexclub oder so etwas sieht."

Der Republikaner Corbin Van Arsdale, einer der Mitautoren des Gesetzes, sagte, viele Eltern würden diese Einschränkungen fordern, weil sie am Freitagabend zu Spielen gehen würden, um zu sehen, wie junge Männer um den Football kämpften, nicht wie Mädchen am Spielfeldrand mit ihren Hintern wackelten.

"Kinder sehen Dinge, von denen es ihren Eltern lieber wäre, sie würden sie nicht sehen", sagte er.

Carl Isett, ein anderer republikanischer Abgeordneter, sagte: "Es gibt einen Mangel an Moral, die Moral, mit der sie und ich aufgewachsen sind. Wenn ich meinen fünfjährigen Sohn zu einem Footballspiel mitnehme möchte ich ihm nicht die Augen zuhalten, wenn die Cheerleader auf dem Feld sind."

Das Gesetz muß zwar vor seinem Inkrafttreten noch vom Senat des Bundesstaates verabschiedet und von Gouverneur Rick Perry unterzeichnet werden, es scheint allerdings unwahrscheinlich, daß dies nicht geschieht.





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