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Erneute Schüsse auf Demonstranten

06.05.2005  






Am Freitag berichtete AFP, daß bei einer Demonstration in der heiligen irakischen Stadt Kufa erneut Polizisten das Feuer auf die Demonstranten eröffneten.

"Die Demonstration war nicht genehmigt. Die Polizisten feuerten zuerst Schüsse in die Luft, dann gab es einen Vorfall, bei dem zwei Menschen verletzt wurden", so der stellvertretende Gouverneur der Provinz, Hassam Attam, gegenüber der Nachrichtenagentur.

Der Arzt Samir al-Zabhawi von Krankenhaus der Stadt sagte, insgesamt seien fünf Verletzte eingeliefert worden - was zweifellos den Spielraum für weitere Verletzte, die in andere Krankenhäuser eingeliefert wurden oder sich von anderen Ärzten behandeln ließen, oder gar Getötete läßt.

Die Demonstration der Anhänger des irakischen Geistlichen Muqtada al-Sadr folgte auf eine Freitagspredigt al-Sadrs, die von Scheich Aws al-Khafaji in der Moschee von Kufa verlesen worden war.

"Wenn ihr uns in Frieden laßt, werden wir euch in Frieden lassen. Ihr solltet euch der Tatsache bewußt sein, daß die al-Mahdi-Armee noch immer lebendig ist und ihren Finger am Abzug hat", so al-Sadr in der Predigt. Er verwies damit auf die von ihm gegründete und befehligte Miliz, die sich im vergangenen Jahr erbitterte Kämpfe mit den ausländischen Besatzern geliefert hatte.

"Die Regierung, die wir so lange erwartet haben, sollte konkrete Schritte zugunsten der Gefangenen der al-Mahdi-Armee und der Anhänger der al-Sadr-Bewegung ergreifen. Wenn ihr nicht unsere Gefangenen freilaßt, bin ich bereit, als Märtyrer zu sterben", so al-Sadr weiter.

Als Folge demonstrierten hunderte von al-Sadrs Anhängern für die Freilassung der Gefangenen. Dabei kam es nach Aussage eines AFP-Korrespondenten zwar zu "Zusammenstößen" mit der Polizei, es liegen aber keinerlei Berichte über verletzte oder getötete Polizisten vor, so daß anzunehmen ist, daß sich diese "Zusammenstöße" in Wahrheit seitens der Demonstranten auf das so häufige Steinewerfen beschränkten.

Hier zeigt sich ein weiteres Mal, daß die "irakische Polizei", die tatsächlich faktisch den Befehlen der Besatzer gehorcht, weiterhin mit massiver Gewalt gegen unliebsame Demonstrationen vorgeht.

Es scheint darüber hinaus aber auch, daß al-Sadr ein weiteres Mal auf eine offene Konfrontation mit den Besatzern zusteuert.





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