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Jordanischer König begnadigt Ahmed Chalabi

11.05.2005  






Am Mittwoch berichtete der britische Independent, daß der jordanische König Abd Allah II bin al-Hussein den "stellvertretenden irakischen Premierminister" und "amtierenden Ölminister" Ahmed Chalabi begnadigt hat.

Chalabi war von einem jordanischen Gericht im Jahr 1992 in Abwesenheit zu 22 Jahren Gefängnis wegen Betrugs, Diebstahls, Veruntreuung und Unterschlagung im Zusammenhang mit dem Konkurs der von ihm in Jordanien gegründeten Petra-Bank verurteilt worden. Anleger wurden bei dem Konkurs um etliche hundert Millionen US-Dollar gebracht. Dies fiel letztlich wiederum zu Lasten der jordanischen Regierung, da diese zuvor Anlegern bei Banken zugesichert hatte, ihre Einlagen abzusichern. Zwei Jahre lang mußten alle ausländischen Hilfszahlungen an Jordanien für diese Entschädigungen aufgewandt werden.

Bei einem Besuch in der jordanischen Hauptstadt Amman in dieser Woche hatte sich nun der "irakische Präsident" Jalal Talabani für die Begnadigung Chalabis eingesetzt. Der "irakische Minister für Wasservorkommen", Latif Rashid, sagte, Talabani habe ihm gegenüber bestätigt, der jordanische König habe ihm zugesichert, das Urteil aufzuheben.

Der Preis wurde offenbar zuvor seitens den USA bezahlt. So berichtete die Jordan Times am Dienstag, daß der US-Kongreß Jordanien weitere 100 Millionen US-Dollar an Hilfen zugesagt habe. Damit betragen die für dieses Jahr zugesagten "Hilfszahlungen" der USA an Jordanien bereits 350 Millionen US-Dollar.

Sowohl die US-Regierung als auch die US-Ölindustrie dürfen sich angesichts dieser großzügigen Gabe der Gunst des CIA-Schützlings Chalabi sicher sein - zumindest solange dies nicht seinen eigenen Interessen zuwiderläuft, hat er doch in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, daß diese für ihn oberste Priorität besitzen.





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