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2 Hubschrauber abgeschossen

Kämpfe im Westen des Iraks gehen weiter

13.05.2005  






Mehrere Medienberichte vom Freitag lassen erneut darauf schließen, daß das US-Militär derzeit im Irak schwere Verluste erleidet. Keiner der Berichte wurde allerdings bisher seitens des US-Militärs bestätigt.

So meldete AP, daß ein Konvoi des US-Militärs auf einer Autobahn in der Hauptstadt Baghdad von einer Explosion getroffen wurde. Während eine Sprecherin des US-Militärs den Angriff nicht bestätigen wollte, zeigte die AP-Fernsehsparte (APTN) Bilder von einem dabei zerstörten US-Humvee, der in Flammen stand. Zwar gibt es bisher keine Angaben über die Zahl dabei verletzter und getöteter US-Soldaten, die Bilder lassen aber kaum einen Zweifel daran, daß es zu Opfern gekommen ist.

Noch weitaus bemerkenswerter ist ein Artikel der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass, die unter Berufung auf einen Bericht des arabischen Senders Al-Jazeera meldete, daß in der Nähe der Stadt al-Qa'im, wo das US-Militär derzeit die "Operation Matador" durchführt, zwei US-Kampfhubschrauber von Widerstandskämpfern abgeschossen worden sind. Der Sender berief sich dabei auf die Aussage des Postamts der Stadt.

Dies wurde auch durch einen Bericht der chinesischen People's Daily unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Xinhua bestätigt. So sagten Hazzae Abdulla und Muniem Khamis, zwei Anwohner des Ortes Karabilah, gegenüber Xinhua: "Wir sahen, wie zwei Hubschrauber im Fahaida-Tal, in der Nähe von Karabilah, abgeschossen wurden."

Sie widersprachen auch der in einer anderen AP-Meldung wiedergegebenen Darstellung des US-Militärs, die Soldaten würden kaum noch auf Widerstand stoßen.

Vielmehr würden Wohngebiete in Karabilah durch US-Kampfflugzeuge und Hubschrauber bombardiert, wodurch bereits dutzende von Zivilisten unter ihren zerstörten Häusern begraben seien. Zumindest die Zerstörung eines Hauses in Karabilah am Donnerstag durch Bomben und Raketen wurde durch das US-Militär zugegeben. Zuvor seien näherkommende Soldaten aus dem Haus beschossen worden sein, worauf hin ein Kampfflugzeug vom Typ F-18 "Super Hornet" das Haus zerstörte.

"Es ist wegen des US-Bombardements und der Kämpfe unmöglich sie zu erreichen", sagten die beiden Anwohner über die Verschütteten. Auch Muhammed Khalaf, ein weiterer Anwohner, berichtete gegenüber Xinhua von schweren Kämpfen. "Die US-Soldaten konnten Karabilah bis jetzt aufgrund des verbissenen Widerstands der Milizen nicht betreten", sagte er.





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