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"Im Namen des Öls"

Der wahre Grund für die Entsendung italienischer Soldaten in den Irak

13.05.2005  






Am Freitag ließ die italienische Fernsehsendung RAI News 24 in einem Bericht keinen Zweifel mehr daran, daß auch die italienische Beteiligung an der Besetzung des Iraks durch die irakischen Ölvorkommen motiviert worden war.

Der zwanzigminütige Bericht des staatlichen Senders RAI mit dem Titel "Im Namen des Öls" zeigte anhand von Interviews und staatlichen Dokumenten, daß das Einsatzgebiet der italienischen Soldaten, die Gegend um die irakische Stadt Nasiriyah, ausgewählt wurde, um so ein Abkommen mit dem damaligen und durch die US-geführte Invasion gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein sowie dem irakischen Energieversorger ENI getroffenen Abkommen zu schützen. Das im Jahr 1997 von der Regierung des italienischen Premierministers Silvio Berlusconi getroffene Abkommen hatte demnach einen Wert von etwa 300 Milliarden US-Dollar.

Ein Monate vor Beginn der völkerrechtswidrigen Angriffskrieges erstellter Bericht der italienischen Regierung sprach sich für den Schutz der Region um Nasiriyah durch italienische Soldaten im Falle eines Krieges aus.

Tatsächlich zeigte die Sendung bisher unveröffentlichte Aufnahmen von italienischen Soldaten bei der Bewachung einer Raffinerie und einer Ölpipeline nahe Nasiriyahs. In Verbindung mit dem genannten Bericht widerlegt dies die von der italienischen Regierung immer wieder aufgestellte Behauptung, die Anwesenheit italienischer Soldaten diene ausschließlich humanitären Zwecken.

Auch wenn die Erkenntnis, daß der Irakkrieg in Wahrheit zur Sicherung der irakischen Ölvorkommen für "westliche" Interessen geführt wurde, kaum als neu bezeichnet werden kann, so sind die hier veröffentlichten Dokumente doch als wichtig zu bezeichnen, da sie diese direkte Verknüpfung zweifelsfrei belegen.

Darüber hinaus belegt die Ausstrahlung des Berichts aber auch eine offenbar tiefgreifende Unzufriedenheit innerhalb des Senders mit der Regierung Silvio Berlusconis. Da hier einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt wurde, daß die vorgeblichen Gründe der Entsendung 3.000 italienischer Soldaten - von denen offiziellen Angaben zufolge mindestens 21 getötet wurden - nur als Vorwand zu bezeichnen sind, ist kaum anzunehmen, daß dieser Bericht mit Einverständnis der italienischen Regierung veröffentlicht wurde. Dies läßt zweifellos auf tiefgreifende Differenzen schließen.

Letztlich scheint sich aber auch die italienische Bevölkerung dieser wahren Motivation durchaus bewußt gewesen zu sein, ist der eigentlich zu erwartende Aufschrei angesichts dieses Berichts doch bisher ausgeblieben.





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