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Erschaffung des Feindes

Genveränderung an Pockenvirus

18.05.2005  






Wie der britische Guardian bereits am Montag berichtete, warten Wissenschaftler der US-Regierung derzeit auf eine Genehmigung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um "zu Forschungszwecken" mit der Genveränderung von Pockenviren zu beginnen.

Das für Pocken zuständige WHO-Komitee - das noch vor wenigen Jahren die in zwei Laboren in den USA und Rußland verbliebenen Bestände an aktiven Pocken-Viren vernichten lassen wollte - spricht sich nun für weitreichende Forschung aus. Daß nun, anders als bei derartigen Experimenten in der Vergangenheit das Virus nicht mehr nur allein durch Züchtung verändert, sondern vielmehr gezielt Gentechnik eingesetzt werden soll, hebt die damit verbundenen Möglichkeiten auf eine völlig neue Ebene.

Außerdem soll dem Komitee zufolge die Gensequenz des Virus weltweit Labors zur Verfügung gestellt werden. Dabei soll zwar immer nur ein Teil des gesamten Genoms weitergegeben werden, die Möglichkeit, daß infolge dessen das Erbgut des Virus aus diesen Einzelstücken wieder zusammengesetzt wird, scheint aber zumindest kaum auszuschließen.

Begründet wird der Wunsch nach dieser Forschung mit der vorgeblichen Gefahr des "Bioterrorismus". Schon in der Zeit des "Kalten Krieges" zwischen den USA und der UdSSR wurde die Entwicklung neuer biologischer Waffen damit begründet, daß für den Fall, der Gegner würde eben diese Entwicklung auch machen, Gegenmittel gefunden werden müßten. Hinsichtlich der Entwicklung neuer Pockenarten mittels Gentechnik kann dieses Argument aber kaum als gültig angesehen werden, da sich durch die Genveränderung eine praktisch unbegrenzte Zahl unterschiedlicher Virenarten erzeugen läßt. Da für jede Art wiederum ein Gegenmittel gefunden werden müßte und unbekannt wäre, welche Genveränderungen durch diese vorgeblichen "Bioterroristen" vorgenommen würden, müßte eben auch eine praktisch unendlich Zahl von Gegenmitteln erforscht werden.

Entweder, die Forscher versuchen hier also, sich ihre Arbeitsplätze für die nächsten Jahrzehnte zu sichern, oder die Forschung soll in Wahrheit doch weitaus aggressiveren Zielen dienen. Angesichts der Tatsache, daß es sich bei den Wissenschaftlern um Regierungsangestellte handelt und andererseits die US-Regierung unter Präsident George W. Bush auch den Einsatz von "Miniatombomben", beispielsweise gegen Bunker, befürwortet, scheint letzteres zumindest die wahrscheinlichere Variante zu sein.

Zwar wird die Weltgesundheitsversammlung (WHA) bei ihrer am Montag begonnenen Konferenz letztlich noch über die Vorschläge des Komitees abstimmen müssen - weswegen eine die Pläne ablehnende Organisation zum Versenden von Protestschreiben aufruft - eine Ablehnung erscheint aber derzeit unwahrscheinlich.





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