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Gleiches Recht für alle?

Al-Sadr will US-Fahne mit Füßen treten lassen

19.05.2005  






Einer AFP-Meldung vom Donnerstag zufolge hat sich der irakische Geistliche Muqtada al-Sadr erneut zu Wort gemeldet. Erneut stellte er sich dabei offen gegen die USA.

So rief er dazu auf, als "Antwort" auf die Entweihung des Korans im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay durch US-Wachen - an der letztendlichen Zurückziehung der Meldung durch Newsweek sind zumindest Zweifel angebracht - auf den Boden vor Eingängen von Moscheen die amerikanische Fahne zu malen, so daß die Gläubigen diese beim Betreten der Moschee mit Füßen treten.

"Im Namen Gottes müssen die Gläubigen des Iraks, insbesondere jene, die den Besatzern Widerstand leisten, auf die Schändung von Gottes unsterblichem Buch reagieren, indem sie israelische und US-Fahnen vor den Eingängen von Moscheen und Gebetsräumen und allen Orten des Gottesdienstes malen", so eine Erklärung al-Sadrs. "Jeder, der dies tut, wird einen Jihad gegen Ungläubige führen."

Insbesondere das Treten auf die Fahne gilt im arabischen Raum als schwere Beleidigung. Aus diesem Grund hatte auch Saddam Hussein in den Boden der Lobby des Baghdader Hotels Al-Rashid ein Mosaik legen lassen, das den früheren Präsidenten George Bush - Husseins Gegner im ersten USA-Irak-Krieg und Vater des derzeitigen Präsidenten George W. Bush - zeigte.

In Deutschland wird ein solches Verhalten schon seit Jahren gemäß Paragraph 90 a des Strafgesetzbuchs nicht als "freie Meinungsäußerung", sondern vielmehr als "Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole" angesehen und mit "Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe" beahndet.

Ein erst kürzlich im US-Repräsentantenhaus eingebrachter Gesetzentwurf zum "Schutz der Flagge der Vereinigten Staaten" zeigt aber, daß auch in den USA der Hang zu Symbolen wächst. Die von al-Sadr geforderte Provokation wird also mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Ziel erreichen, den US-Bürgern ein Gefühl für die von Muslimen empfundene Demütigung zu geben.

Tatsächlich haben Gläubige vor mehreren Moscheen in Baghdad und der heiligen Stadt Najaf bereits begonnen, US-Flaggen vor den Eingängen aufzumalen, berichtete ein AFP-Korrespondent.



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