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Belohnung für Kriegslügen

US-Militärgeheimdienst ist konsequent

28.05.2005  






Wie die Washington Post am Samstag berichtete, haben zwei für einen Geheimdienst des US-Militärs arbeitende Analysten in den vergangenen drei Jahren Prämien für gute Leistungen erhalten. Genau sie waren es aber auch, denen ein großer Teil der Schuld an den falschen Geheimdienstberichten, die vorgeblich zum Irakkrieg führten, gegeben wird.

Die beiden Analysten, die als private Unternehmer für das "Army's National Ground Intelligence Center" (NGIC) tätig sind, werden als "Experten für ausländische und US-Waffen" bezeichnet. Sie hatten in einem Bericht festgestellt, daß es höchst unwahrscheinlich sei, daß vom Irak importierte Aluminiumrohre für den Bau irakischer Raketen verwendet werden sollten. Dies unterstützte wiederum die "Vermutung" der CIA, daß diese Rohre für den Bau von Zentrifugen zur Urananreicherung genutzt werden sollten. Dies wurde wiederum von der Bush-Regierung als Beweis für eine Wiederaufnahme des irakischen Atomprogramms und damit letztendlich dem geplanten Bau von Atomwaffen bezeichnet.

Der Untersuchungskommission dieses "Fehlers" zufolge hatten die beiden "Experten" es unterlassen, sich anderweitig zu informieren, was ergeben hätte, daß eben diese Rohre seit Jahren als Gehäuse für die Antriebe irakischer Raketen verwendet wurden. Dies wurde als "schweres Versäumnis in der analytischen Arbeit" bezeichnet, da die Analysten "eine erschöpfendere Untersuchung der Frage hätten durchführen können und müssen." Dieses "schwere Versäumnis" stellte aber offenbar kein Hindernis bei der Auszahlung der Prämien dar.

Sprecher des Pentagons betonten in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der Washington Post, die Prämienzahlungen seien nicht aufgrund einzelner Arbeiten, sondern vielmehr aufgrund der "Gesamtleistungen eines Jahres" erfolgt.

Angesichts der Tatsache, daß der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen den Irak bereits ein Jahr vor dessen tatsächlichem Beginn von US-Präsident George W. Bush beschlossen worden war, scheinen die Prämien für die beiden "Experten" für ihre tatkräftige Hilfe bei der öffentlichen Vorbereitung des Krieges allerdings nur logisch. Tatsächlich begannen einem internen NGIC-Rundbrief zufolge im gleichen Jahr die Prämienzahlungen an die beiden Analysten.



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