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Propagandalügen

Schwere Verluste im Irak

29.05.2005  






Am Sonntag veröffentlichte AP eine von zahlreichen Medien aufgegriffene Meldung, der zufolge "über 12.350" Mitglieder des Heers, der Marine, der Luftwaffe und der Marines der USA während des Angriffskrieges und der Besatzung des Iraks verwundet worden sind.

Bis Beginn dieses Jahres wurden demnach weitere 455 US-Soldaten in Afghanistan verletzt.

Tatsächlich zeigt diese AP-Meldung ein weiteres Mal, wie weit derartige Berichte von der "Wahrheit" entfernt sind, liefert aber andererseits auch interessante neue Einblicke.

Die Behauptung, es seien bisher 12.350 US-Soldaten im Irak verwundet worden, ist bereits im vergangenen November mehr als deutlich widerlegt worden. So veröffentlichte die Zeitung des US-Verteidigungsministeriums "Stars and Stripes" einen Artikel auf Grundlage eines Gesprächs mit dem damaligen US-Minister für Veteranenangelegenheiten Anthony J. Principi. Darin sagte er, daß bis zum damaligen Zeitpunkt 20.802 in Afghanistan und im Irak verwundete Soldaten im US-Militärkrankenhaus in Landstuhl behandelt worden seien.

Schon diese, über ein halbes Jahr zurückliegende Zahl überstieg die nun von AP als vorgeblich aktuell veröffentlichte Zahl also um über 60 Prozent, wobei allerdings zuzugeben ist, daß auch dies eine Zahl von "über 12.350" ist.

Andererseits enthielt der AP-Bericht aber auch eine Zahl, die weit oberhalb der bisher bekannten Werte liegt. So gibt die Website icasualties die Zahl der während der US-geführten Großoffensive gegen die irakische Stadt Fallujah im November verwundeten Soldaten unter Berufung auf das US-Militär bedeutend geringer an. Demnach sind zwischen dem 10. November 2004 und dem 16. November 120 Soldaten so schwer verletzt worden, daß sie nicht innerhalb von 72 Stunden ihren Dienst wiederantraten.

Vom 17. November bis zum 23. waren es 267 und vom 24. bis zum 30. waren es demnach 184.

Dem AP-Bericht zufolge wurden allerdings während der "Schlacht um Fallujah" innerhalb von nur zwei Tagen 537 verwundete Soldaten in Landstuhl eingeliefert. Hierbei ist zu bedenken, daß Landstuhl zwar das größte US-Militärkrankenhaus in Europa, aber keineswegs das einzige weltweit ist. Und auch die Sanitätsschiffe der US-Marine sind für die Versorgung von Schwerverletzten zuständig.

Während das US-Militär also für die sieben Tage vom 17. November 2004 bis zum 23. November 2004 die Zahl der Verletzten Soldaten mit insgesamt 267 angab, wurden allein in zwei Tagen - wobei nicht sicher ist, daß diese in diesem oder einem offiziell verlustärmeren Zeitraum lagen - innerhalb dieser Woche 537 schwer verletzte US-Soldaten allein in Landstuhl eingeliefert.





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