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Tödlicher Mai

Wunsch und Wirklichkeit im Irak

31.05.2005  






Am Dienstag berichtete CNN, daß der US-Vizepräsident Richard "Dick" Cheney in einem Interview in der CNN-Sendung "Larry King Live" gesagt hat, der irakische Widerstand würde sich "in den letzten Zügen" befinden.

Er zeigte sich überzeugt, daß der Krieg im Irak bis zum Ende der Amtszeit des derzeitigen US-Präsidenten George W. Bush beendet sein würde. Angesichts der Tatsache, daß sich Bushs Amtszeit voraussichtlich immerhin noch bis ins Jahr 2009 erstrecken wird, scheint Cheney aber selbst Zweifel an seiner zuvor gemachten Aussage zu haben.

Ein Blick auf die seitens des US-Militärs offiziell zugegebenen Verluste läßt an Cheneys Aussage noch weitaus mehr zweifeln.

Den bisherigen Angaben zufolge wurden demnach im Mai 2005 insgesamt 77 US-Soldaten und 8 Soldaten aus anderen, an der Besatzung beteiligten Ländern getötet. Seit Beginn des Angriffskriegs gegen den Irak wurde diese Gesamtzahl nur in sechs der 27 Monate übertroffen. Nach US-Darstellung wurden 14 dieser 77 Soldaten nicht bei Kampfhandlungen, sondern vielmehr, bis auf eine Ausnahme, durch "Unfälle" getötet. Fast 20 Prozent der im Mai dieses Jahres im Irak nach US-Darstellung getöteten US-Soldaten starben demnach also durch Unfälle.

Während Cheney offensichtlich bemüht ist, das US-Militär im Irak als erfolgreich zu präsentieren, versucht dieses anscheinend seinerseits, die eigenen Verluste als "Unfälle" zu bezeichnen, ungehindert der Tatsache, daß dies insbesondere angesichts der hohen Verluste im Mai kaum glaubwürdig scheint.



Offizielle Verluste der "Koalition" im Irak bis zum 31.05.2005



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