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Israelische Rachemorde

Soldaten erschossen 18 Palästinenser

05.06.2005  






Am Samstag berichtete Al-Jazeera unter Berufung auf einen seitens des israelischen Militärs bestätigten Artikel der israelischen Zeitung Maariv, daß israelische Soldaten mindestens 18 Palästinenser, darunter 8 Polizisten, kaltblütig ermordet haben.

Die Zeitung bezieht sich dabei wiederum auf eine Veröffentlichung von "Shovrim Shtika" ("Das Schweigen brechen"), einer israelischen Organisation, in der sich ehemalige israelische Soldaten zusammengeschlossen haben, um Verbrechen der israelischen Armee gegenüber Palästinensern aufzudecken und bekanntzumachen. Im vergangenen Jahr hatte die Organisation zu diesem Zweck eine Photo- und Videoausstellung in der israelischen Stadt Tel Aviv durchgeführt.

Der detaillierte Bericht eines Angriffs einer israelischen Einheit auf die Polizisten eines palästinensischen Kontrollpunktes besagt, daß es sich zweifelsfrei um einen puren Racheakt für einen vorangegangenen Bombenangriff auf einen israelischen Kontrollpunkt, bei dem 6 israelische Soldaten getötet worden waren, handelte. Dies geschah zumindest indirekt auf Anordnung des israelischen Premierministers Ariel Sharon, der als Reaktion auf den Angriff auf den israelischen Kontrollpunkt eine "Verstärkung der Vergeltungsschläge" angeordnet hatte. Außerdem läßt die Aussage des namentlich nicht genannten früheren Mitglieds dieser israelischen Einheit, der auch an dem Angriff beteiligt war, keinen Zweifel daran, daß hinsichtlich der dabei getöteten palästinensischen Polizisten nur von Mord gesprochen werden kann, insbesondere, da diese offenbar sogar unbewaffnet waren.

Nach Aussage des früheren Soldaten wurde ihnen vor dem Einsatz von ihrem Truppführer direkt gesagt, daß es sich bei ihrem Einsatz um eine Racheaktion handelte und daß sie auch sechs palästinensische Polizisten töten sollten. Auf die Frage, was diese Polizisten denn getan hätten, habe der Vorgesetzte geantwortet, es bestünde der "Verdacht", daß der Angreifer durch ihren Kontrollpunkt gekommen sei.

Die Soldaten lauerten den Polizisten auf, als diese ihren Dienst antreten wollten, und eröffneten sofort das Feuer auf die Polizisten. "Wir warteten auf sie in einem Hinterhalt. Der Gedanke war einfach, sie alle zu töten. Wann immer sie ankamen, würden wir sie töten, gleichgültig, ob bewaffnet oder nicht. Wenn sie palästinensische Polizisten waren, würden sie erschossen werden", so der Soldat. Im folgenden berichtete er in Einzelheiten, wie die Soldaten die Polizisten, die die ganze Zeit über nicht eine Kugel auf die Soldaten abfeuerten, die flüchtenden Polizisten verfolgten und erschossen. Auch verletzte Polizisten wurden weiterverfolgt und erschossen.

"In dem Moment, als wir wußten, daß wir sie eliminieren würden, haben wir sie nicht länger als Menschen angesehen", so ein anderer ehemaliger israelischer Soldat.



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