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"Stell Dir vor, es ist Krieg..."

Weiterhin zu wenig Rekruten in USA

09.06.2005  






"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin" - diese vor Jahren formulierte Utopie scheint sich derzeit in den USA - wenn auch nur mit äußerst kleinen Schritten - zu bewahrheiten.

Wie CNN am Donnerstag berichtete, ist es dem US-Heer im Mai erneut nicht gelungen, das gesetzte Ziel für die Anwerbung neuer Rekruten zu erreichen, obwohl es bereits "aufgrund veränderter Marktbedingungen" um über 17 Prozent von 8.050 auf 6.700 gesenkt worden war.

Dieses bereits im Vorwege gesenkte Ziel wurde trotzdem um etwa ein Viertel verfehlt. Nachdem bereits die Ziele der vorangegangenen drei Monate mit steigenden Anteilen verfehlt worden waren, ist es mittlerweile äußerst unwahrscheinlich, daß das Gesamtziel für das im September endende Haushaltsjahr noch erreicht wird. Im Februar fehlten 27 Prozent, im März 31 Prozent und im April 42 Prozent zur Erreichung des gesetzten Ziels. Im Mai ging die Fehlquote zwar mit 37 Prozent leicht zurück, trotzdem müßte das US-Heer in den verbleibenden vier Monaten mehr als 50 Prozent seines Gesamtjahresziels an Rekruten von 80.000 anwerben, um dieses noch zu erreichen.

Dies soll zwar mit Hilfe von hunderten zusätzlichen Anwerbern, einem auf 20.000 US-Dollar angehobenen Bonus für eine Verpflichtung auf vier Jahre und verstärkter auf Eltern ausgerichteter Werbung erreicht werden, letztlich erscheint dies aber wenig wahrscheinlich.

Kurzfristig mag dieses Problem für das US-Militär zwar verkraftbar sein, sollten in Zukunft aber weiterhin die jungen Männer und Frauen beschließen, nicht "America's finest" Kanonenfutter werden zu wollen - was angesichts der Verlustzahlen aus dem Irak, aber auch aus Afghanistan äußerst wahrscheinlich ist - so würde dies das US-Militär vor schwerwiegende Probleme stellen.

Zweifellos ist es noch ein weiter Weg, bis "keiner mehr hingeht" und sicherlich wird die US-Regierung zuvor versuchen, dieses Problem anderweitig - durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht - zu lösen. Wenn ein Volk sich aber tatsächlich entschließt, sich der Kriegsführung zu verweigern, so dürfte es einer Regierung, die sich auch nur den Anschein der Demokratie gibt, schwerfallen, trotzdem einen Krieg zu führen.



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