www.freace.de
Impressum

Nachrichten, die man nicht überall findet.





Zweifel an Ibuprofen

Auslöser für Herzinfarkt und Brustkrebs?

10.06.2005  






Meldungen der letzten Wochen wecken starke Zweifel an einer Reihe von Schmerzmitteln, allen voran das bisher als - im Rahmen des derzeit möglichen - besonders "sicher" geltende Ibuprofen.

Am 1. Juni hatte das "Journal of the National Cancer Institute" (JNCI) einen Artikel auf Grundlage einer Studie veröffentlicht, der eine Verbindung zwischen der Einnahme von Ibuprofen und Brustkrebserkrankungen zieht. Für die Studie wurde die Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen und Aspirin bei 114.460 Frauen im Alter zwischen 22 und 85 Jahre über mehrere Jahre beobachtet. In diesem Zeitraum erkrankten 2.391 der Frauen an Brustkrebs.

Bei Frauen, die über mindestens 5 Jahre täglich Ibuprofen eingenommen hatten, lag der Studie zufolge das Risiko einer Brustkrebserkrankung um 51 Prozent höher als bei Frauen, die das Medikament nur gelegentlich oder gar nicht einnahmen. Bei nicht-lokalisierten Tumoren erhöhte sich das Risiko sogar um 91 Prozent.

In der Gesamtzahl der Erkrankungen zeigte die Einnahme von Aspirin eine geringere Auswirkung. Während die Wahrscheinlichkeit für einen progesteronrezeptor-negativen Tumor um 81 Prozent stieg, sank sie für einen progesteronrezeptor-positiven Tumor um 20 Prozent.

Am Freitag nun berichtete das "British Medical Journal" über die Ergebnisse einer britischen Studie. Demnach erhöhen mehrere nichtopioide Analgetika, darunter wiederum Ibuprofen, die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt deutlich. Grundlage waren 9.218 Patienten im Alter zwischen 25 und 100 Jahren, bei denen ein erster Herzinfarkt festgestellt worden war. Eine Kontrollgruppe von 86.349 Personen wurde diesen gegenübergestellt.

Bei Patienten, die in den drei Monaten vor ihrem Herzinfarkt Rofecoxib eingenommen hatten, war die Wahrscheinlichkeit für einen Infarkt 32 Prozent größer als bei Personen ohne die Einnahme dieses Medikaments. Bei Einnahme von Diclofenac stieg diese Wahrscheinlichkeit sogar um 55 Prozent und auch Ibuprofen führte zu einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit um 24 Prozent.

Nach Ansicht der Autoren der Studie führt die Einnahme von Ibuprofen statistisch betrachtet bei einem von 1.005 über 65 Jahre alten Menschen zu einem Herzinfarkt.

Zwar können solche, auf rein statistischen Erhebungen basierenden Studien nicht mit absoluter Gewißheit als Beweis für schädigende Wirkungen dienen, die relativ große Zahl der untersuchten Fälle gibt hier aber eine verhältnismäßige Sicherheit. Die britischen Forscher geben die Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenhang der Einnahme der Medikamente mit den Herzinfarkten mit 95 Prozent an.



Werbung:


Zurück zur Startseite





Impressum

contact: EMail

PAGERANK SEO