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Tödliche Panik

US-Soldaten erschießen "irakische Polizisten"

11.06.2005  






Am Samstag meldete AP, daß US-Soldaten in der irakischen Hauptstadt Baghdad "versehentlich" zwei "irakische Polizisten" erschossen haben. Es ist nur eine kurze Meldung, und doch zeigt dies einmal mehr, wie rücksichtslos und unbegründet US-Soldaten im Irak das Feuer eröffnen.

Ein Sprecher des US-Militärs sagte, die Soldaten hätten auf das Fahrzeug der "Polizisten" geschossen, weil es einer gepanzerten US-Patrouille zu nah gekommen war. Demnach habe ein US-Soldat einen Warnschuß abgegeben, woraufhin die "Polizisten" auf den Konvoi geschossen hätten. Infolgedessen sei dann gezielt auf das Fahrzeug gefeuert worden.

Tatsächlich erscheint die Behauptung, die "Polizisten" hätten auf den US-Konvoi gefeuert, äußerst unglaubwürdig. Weder wäre es ihnen möglich gewesen, gepanzerte US-Fahrzeuge allein mit Handfeuerwaffen ernsthaft zu beschädigen, noch kann es sich hier um einen Irrtum gehandelt haben, da die US-Fahrzeuge eindeutig als solche zu erkennen sind.

Wesentlich wahrscheinlicher ist es, daß die US-Soldaten wie so häufig im Irak das Feuer auf das Fahrzeug eröffneten, nachdem es sich ihrer Ansicht nach zu weit an den Konvoi angenähert hatte.

Die Tatsache, daß selbst dieser - aufgrund der Beteiligung "irakischer Polizisten" ungewöhnlichere - Vorfall AP nur drei Sätze wert war, erklärt zweifellos, warum die zahllosen derartigen Fälle, bei denen "nur" unschuldige Zivilisten getötet werden, praktisch nie den Weg in die Medien finden.



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