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Das Schweigen geht weiter

US-Soldaten in Irak und Afghanistan getötet

13.06.2005  






Eine Al-Jazeera-Meldung vom Montag faßt die widersprüchlichen Aussagen hinsichtlich eines Angriffs auf einen US-Konvoi in Afghanistan zusammen und bekräftigt so die Vermutung, daß dabei in Wahrheit mehrere US-Soldaten getötet worden sind.

So berichtete AP unter Berufung auf einen Sprecher des US-Militärs, daß ein nicht genanntes Fahrzeug des US-Militärs nahe der im südlichen Afghanistan gelegenen Stadt Kandahar von einer Explosion - nach Aussage eines örtlichen Polizeichefs durch einen "Selbstmordattentäter" ausgelöst - getroffen worden war. Dabei wurden dem Sprecher, US-Oberst James Yonts, zufolge 4 US-Soldaten verletzt, einer davon schwer. Dieser Standpunkt wurde auch von einer weiteren Sprecherin des US-Militärs, Leutnant Cindy Moore, vertreten.

Der stellvertretende Polizeichef der Stadt Kandahar, General Salim Khan, sagte hingegen, daß mindestens 3 US-Soldaten bei dem Angriff getötet worden seien.

Ein namentlich nicht genannter Sprecher der Taliban sagte gegenüber Al-Jazeera wiederum, bei dem Angriff seien 8 US-Soldaten getötet worden.

Zuvor hatte ein hochrangiger afghanischer Polizeioffizier, der seinen Namen nicht nennen wollte, gesagt, daß mindestens 5 US-Soldaten getötet worden seien, als ein mit Sprengstoff beladenes Taxi neben dem US-Konvoi explodierte.

Im gleichen Maße, wie die Erklärung des Taliban-Sprechers als Propaganda zu bezeichnen ist, scheint dies also auch ein weiteres Mal auf die Behauptung des US-Militärs zuzutreffen, es seien keine Soldaten getötet worden.

Ein auf Al-Jazeera gezeigtes Video, das einen Angriff auf einen Bradley-Schützenpanzer zeigt und am vergangenen Freitag in der Nähe von Abu Ghurayb aufgenommen worden sein soll, scheint ein weiteres Mal einen Angriff zu zeigen, der vom US-Militär bisher vollständig verschwiegen worden ist.

Nachdem der Panzer von einer Explosion offenbar zerstört wurde, wird dabei eine Gruppe von etwa 10 Soldaten Opfer einer zweiten, ebenfalls schweren Explosion. Zwar ist diese Vorgehensweise mit größter Wahrscheinlichkeit als Kriegsverbrechen zu bezeichnen, dies ändert allerdings nichts daran, daß das Pentagon sich bisher über diesen - zweifellos äußerst verlustreichen - Angriff ausgeschwiegen hat.



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