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Halbwahrheiten und Lügen

Das Ende der Unschuld bei CNN

13.06.2005  






Mit einem am Sonntag veröffentlichten Artikel hat CNN endgültig bewiesen, daß sie den Weg hin zu einem Propagandasender für die US-Regierung erfolgreich abgeschlossen haben.

Anläßlich immer neuer Berichte über die bereits spätestens im Juli 2002 gefallene Entscheidung der USA - und damit Großbritanniens - den Irak anzugreifen sah sich nun offenbar auch CNN genötigt, hierüber zu berichten. Dabei erwähnte der Sender aber nur an einer Stelle kurz den wahren Ursprung dieser Berichte - die britische Sunday Times - und berief sich stattdessen mehrfach auf einen Bericht der Washington Post vom Sonntag.

Schon die Washington Post konzentrierte sich in ihrem Artikel auf den Vorwurf, die USA hätten nur mangelhafte Planungen für die Zeit nach der Eroberung des Iraks besessen, erwähnte aber zumindest noch die wahre Enthüllung dieses "Downing Street Memos": Daß der Krieg schon lange Zeit beschlossene Sache war und daß "Geheimdienstinformationen und Fakten um diese Politik herumgestrickt wurden".

War diese entscheidende Tatsache schon der Washington Post nur wenige Zeilen wert, so wurde sie von CNN nicht nur vollständig ignoriert, sondern vielmehr inhaltlich vollständig verfälscht.

"Diesem Protokoll - bekannt als das Downing Street Memo - zufolge sagten britische Beamte, die gerade aus Washington zurückgekehrt waren, daß die Bush-Regierung glaubte, der Krieg sei unvermeidlich und daß sie entschlossen sei, Geheimdienstinformationen über Massenvernichtungswaffen zu benutzen, um die Absetzung Saddam Hussein zu rechtfertigen", so CNN in dem Artikel.

Aus der Entschlossenheit, unter allen Bedingungen grundlos Krieg gegen den Irak zu führen wurde also eine "Unvermeidlichkeit" und die planmäßige Fälschung von Kriegsgründen wurde zu ihrer "Benutzung". Wortwörtlich ist CNN dabei kaum ein Vorwurf zu machen. Offensichtlich sah Bush den Krieg tatsächlich als "unvermeidlich" an, war er doch bereit alles nötige zu tun, um ihn zu führen. Und auch der Formulierung der "Benutzung von Geheimdienstinformationen über Massenvernichtungswaffen" ist kaum direkt zu widersprechen auch wenn hier - kaum zufällig - die Information fehlt, daß diese Beweise offenbar bewußt gefälscht wurden. Inhaltlich hingegen handelt es sich hier um einen unübersehbaren Versuch, die US-Regierung weißzuwaschen.

Über die Gründe für eine derart massive Manipulation von Informationen zugunsten der US-Regierung ließe sich hervorragend spekulieren, übrig bleibt aber in jedem Fall die Erkenntnis, daß die "Gleichschaltung" der US-Medien offenbar kein vollständig zukünftiges Szenario mehr ist.





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