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Schnelle Belohnung

Cooney geht zu ExxonMobil

16.06.2005  






Wie der britische Guardian am Donnerstag berichtete, wird der frühere Stabschef des Rats des Weißen Hauses für Klimaqualität, Philip A. Cooney, noch in diesem Herbst eine neue Arbeit bei dem US-Ölkonzern ExxonMobil antreten.

Cooney war am Wochenende zurückgetreten, nachdem in der vergangenen Woche bekanntgeworden war, daß er mehrere Berichte über die Gefahren der Erderwärmung "entschärft" hatte. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte allerdings gegenüber AP, sein Rücktritt sei "völlig unabhängig" von diesen Enthüllungen erfolgt. Ein Sprecher des Ölkonzerns sagte, Cooney sei bereits eingestellt worden, bevor seine Manipulationen an den Berichten bekannt wurden.

"Das erzeugt zumindest einen schrecklichen Eindruck", kommentierte der demokratische US-Kongreßabgeordnete Henry Waxman Cooneys Arbeitsplatzwechsel. "Das ist eine der sich am schnellsten öffnenden Türen, die ich je gesehen habe."

Deutlicher wurde Kert Davies, US-Forschungsleiter bei Greenpeace. "Die zynische Art, dies zu betrachten, ist, daß ExxonMobil ihre Schläferzelle aus dem Weißen Haus entfernt und ihn zurück zum Mutterschiff geholt hat", so Davies. Tatsächlich scheint es allerdings zumindest fragwürdig, daß Cooneys Manipulationen nicht mit Wissen höchster Regierungskreise vorgenommen wurden - zumal sie so die offizielle Politik unterstützten. Auch die Tatsache, daß er vor seiner Arbeit im Weißen Haus als Lobbyist für das "American Petroleum Institute", eine Organisation der Öl-Unternehmen der USA, gearbeitet hat, zeigt deutlich, daß der US-Regierung klar gewesen sein muß, wen sie auf diesen Posten setzte.



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