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Folgen einer Offensive

Die nächste humanitäre Katastrophe im Irak

21.06.2005  






Ein Bericht der zu den Vereinten Nationen gehörenden IRINnews gewährt ein weiteres Mal einen Einblick in die Folgen der zahlreichen Offensiven des US-Militärs für die irakische Bevölkerung.

Demnach haben Hilfsorganisationen und Ärzte die Besatzer aufgefordert, ihnen Zugang zu der Stadt Karabila, auf die sich derzeit die "Operation Speer" konzentriert, zu gewähren. In der nahe der Grenze zu Syrien gelegenen Stadt Karabila leben etwa 60.000 Menschen.

"Die Lage in dem Ort Karabila ist kritisch. Hunderte verletzter Menschen sind in der Stadt, die dringend medizinische Behandlung benötigen, denen es aber durch US-Streitkräfte verboten wurde, den Ort zu verlassen und wir haben keine Berechtigung, dort hineinzugehen", so Dr. Hamed al-Alousi, Direktor des städtischen Krankenhauses im nahegelegenen al-Qa'im.

Al-Alousi zufolge wurden seit Freitag 15 Leichen und 27 Verletzte in seinem Krankenhaus eingeliefert, bevor US-Soldaten Karabila vollständig abriegelten. Über 100 Menschen könnten sich außerdem unter den Trümmern bei der Offensive zerstörter Gebäude befinden, sagte er.

Mitarbeiter des Irakischen Roten Halbmonds (IRH), der Schwesterorganisation des Roten Kreuzes, sagten, daß hunderte Bewohner allein am Wochenende aus der Stadt in die umliegende Wüste geflohen seien.

"Wir haben berichtet, daß über 7.000 Familien aus Karabila in der Wüste nahe der Stadt lagern. Sie alle benötigen dringend Nahrungsmittel und medizinische Güter und über 150 Häuser in der Stadt wurden vollständig zerstört", sagte Firdous al-Abadi, eine Sprecherin des IRH.

Außerdem hätten tausende Familien innerhalb der Stadt kein Wasser, keinen Strom und keine Lebensmittel mehr. Weder können sie ihre Häuser verlassen noch können Hilfsorganisation die Stadt betreten.

"Die Lage ist in dem Gebiet sehr kritisch und könnte zu einer humanitären Katastrophe werden. Wir werden am Dienstag einen Konvoi mit Hilfsgütern losschicken und werden versuchen, in die Stadt zu gelangen", sagte ein leitender Mitarbeiter des IRH.



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