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Heuchelei oder Monopolismus?

Bush will Folter weltweit abschaffen

27.06.2005  






Wie der australische Sydney Morning Herald am Sonntag berichtete, hat US-Präsident George W. Bush in einer Erklärung anläßlich des "Internationalen Tages der Unterstützung von Folteropfern" der Vereinten Nationen gesagt, er wolle die Folter weltweit abschaffen.

"Die Freiheit von Folter ist ein unveräußerliches Menschenrecht und wir haben uns der Schaffung einer Welt verschrieben, in der Menschenrechte geachtet und durch Gesetze geschützt werden", so Bush.

"Amerika wird nicht so tun, als würden eingesperrte Dissidenten ihre Ketten vorziehen oder als würden Frauen Erniedrigung und Sklaverei begrüßen oder als würde irgendein Mensch danach streben, der Willkür von Tyrannen ausgesetzt zu sein. Alle, die in Tyrannei und Hoffnungslosigkeit leben können wissen: Die Vereinigten Staaten werden Ihre Unterdrückung nicht ignorieren oder Ihre Unterdrücker entschuldigen. Wenn Sie für Ihre Freiheit einstehen, werden wir Ihnen beistehen", sagte Bush.

Es ist kaum anzunehmen, daß Bush angesichts der regelmäßigen Folterung von Gefangenen in US-Gefangenenlagern und den ebenso regelmäßigen "Überstellungen" von Gefangenen an wegen ihrer Folterung von Gefangenen bekannte Länder in Zukunft gegen sein eigenes Land vorgehen will. Daher kann seine Erklärung nur als Heuchelei bezeichnet werden, will man nicht annehmen, er plane ganz bewußt ein "Foltermonopol" für die USA zu schaffen.

Daß selbst eine derart eklatante Provokation der Weltöffentlichkeit und eine Verhöhnung der Vereinten Nationen bisher keine entsprechend scharfen Reaktionen hervorgerufen hat, wird Bush zweifellos einmal mehr darin bestärken, daß er gefahrlos seine Ziele verfolgen kann.





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