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Die alten Lügen

Bush bleibt sich in Rede treu

29.06.2005  






Am Dienstag hielt US-Präsident George W. Bush eine fast halbstündige Rede vor Soldaten in Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina.

Daß er trotz ständig steigender Verluste im Irak behauptete, das US-Militär sei erfolgreich und würde den "Sieg" davontragen, kann kaum verwundern. Angesichts immer weniger US-Bürger, die bereit sind, sich von den immer aggressiver werdenden Anwerbern für das US-Militär rekrutieren zu lassen und einer wachsenden Zahl von Soldaten, die nicht mehr bereit sind, ihre Dienstzeit zu verlängern wollte er seine Zuhörer sicherlich nicht daran erinnern, wieviele ihrer Freunde und Kameraden bereits getötet und verstümmelt worden sind.

Auch die Tatsache, daß er die Abschlußerklärung des "Welttribunals zum Irakkrieg", die der irakischen Bevölkerung zweifelsfrei das Recht zum Widerstand gegen die Besatzungstruppen einräumt, ignoriert und die irakischen Widerstandskämpfer weiterhin als "Terroristen" bezeichnete, war sicherlich nicht anders zu erwarten. Allerdings fiel hier auf, daß er zur Unterstützung dieser Bezeichnung einzig auf Anschläge auf Zivilisten verwies und Angriffe auf Besatzungssoldaten vollständig ausklammerte. Er vergaß aber auch zu erwähnen, daß Bekenntnisse zu Anschlägen auf Zivilisten fast ausschließlich aus äußerst zweifelhaften Quellen, insbesondere der vorgeblichen Organisation von "Abu Musab al-Zarqawi" stammen und irakische Widerstandsgruppen wiederholt eine Beteiligung bestritten haben.

Wirklich bemerkenswert aber war, daß Bush in seiner Rede erneut die Verbindung der Anschläge vom 11. September 2001 zum Irakkrieg und den dortigen "Terroristen" zog, obwohl schon seit langem bewiesen ist, daß die durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gestürzte Regierung von Saddam Hussein keinerlei Anteil an den Anschlägen hatte. Vollständig verdrehte Bush schließlich die Tatsachen, als er versuchte, die Anschläge auf Zivilisten im Irak als Begründung für den Krieg und die anhaltende Besatzung des Landes heranzuziehen, kommt es doch erst seit dem US-geführten Krieg zu diesen Anschlägen.

Und auch der Hinweis auf die zahllosen von US-Soldaten und Soldaten anderer Länder im Irak an Zivilisten begangenen Verbrechen fehlte in Bushs Rede.

Insbesondere angesichts seiner Zuhörer ist es sicherlich keine Überraschung, daß es sich um eine einseitige, propagandistische, die Wahrheit und die Tatsachen ignorierende Rede war. Die Tatsache, daß er sie in dieser Form widerspruchslos halten konnte und am Ende Applaus erhielt, zeigt aber auch, wie weit sich die US-Soldaten gleichfalls von der Realität entfernt haben und ihrem "Oberbefehlshaber" bedingungslos folgen.



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