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"Bringt sie nach Hause"

USA Today-Gründer fordert Abzug aus Irak

03.07.2005  






In einem am Donnerstag veröffentlichten Kommentar hat sich der Gründer von USA Today, Al Neuharth, für einen schnellstmöglichen Abzug der US-Soldaten aus dem Irak ausgesprochen.

Darin verglich Neuharth die Rede des US-Präsidenten George W. Bush vom Dienstag mit einer Rede des früheren US-Präsidenten Lyndon B. Johnson. Bush sei "auf Sendung gegangen, um so zu tun, als wäre im Irak alles in Ordnung", so Neuharth. Die wichtigste Ähnlichkeit zwischen Irak und Vietnam ist demnach, "daß sowohl der demokratische als auch der republikanische Präsident in Kriegszeiten belogen haben."

Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Kriegen sei wiederum, daß es derzeit keinen Walter Cronkite gebe, um Bushs Lügen öffentlich zu entlarven. Cronkite, damals "der vertrauenswürdigste Mann Amerikas", war zur Zeit des Vietnamkriegs Moderator der Abendnachrichten des Fernsehsenders CBS. Während Cronkite den Krieg anfangs befürwortete, hatte sich sein Standpunkt nach seiner Rückkehr aus Vietnam im Jahr 1968 vollständig geändert. "Es gibt keine Möglichkeit, diesen Krieg länger zu rechtfertigen", sagte er damals. Johnson soll daraufhin zu Mitarbeitern gesagt haben "Wenn ich Cronkite verloren habe, habe ich die Mittelschicht Amerikas verloren." Er kündigte daraufhin an, nicht erneut für das Amt des Präsidenten zu kandidieren und Cronkites klarer Standpunkt wird zumindest als ein wichtiger Faktor für den letztendlichen Abzugs der US-Soldaten aus Vietnam betrachtet.

"Ohne eine starke, vertrauenswürdige, unpolitische Stimme bleiben zu viele von uns Bush-verblendet. Bush versuchte uns am Dienstag im landesweiten Fernsehen erneut hinters Licht zu führen, indem er den Irak mit dem 11.9. in Verbindung brachte. Diese Anschuldigung ist ebenso faul wie seine Vorkriegsbehauptung, daß Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besaß", so Neuharth.

Neuharth, der im 2. Weltkrieg selbst mit dem "Bronze Star" ausgezeichnet wurde, schreibt weiter, er sei sehr wohl der Ansicht, sein "großartiges Land" sei es wert, sein Leben dafür im Kampf zu riskieren. Seine Auszeichnung würde ihn aber auch daran erinnern, daß Krieg die Hölle sei und daß das Leben der Soldaten und Soldatinnen nur aus "ehrlichen und gerechten und hehren Gründen" aufs Spiel gesetzt werden dürfe.

"Deshalb bin ich überzeugt, daß es die beste Art, unsere Soldaten im Irak zu unterstützen, ist, sich nach Hause zu bringen. Besser früher als später," schrieb er abschließend.



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